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Soziale Selbsthilfe und politische Interessenvertretung in Organisationen von Migrantinnen und Migranten : politische Rahmenbedingungen, Forschungslage, Weiterbildungsbedarf

Social self-help and representation of political interests in migrants' organizations: outline political conditions, research situation, demand for further education
[Zeitschriftenartikel]

Jungk, Sabine

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-206034

Weitere Angaben:
Abstract Vor dem Hintergrund einer gesteigerten Aufmerksamkeit gegenüber Bürgergruppen beschäftigt sich der Beitrag mit der politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Situation von Migrantenselbstorganisationen in der Bundesrepublik Deutschland. Zum einen gilt das Interesse der zivilgesellschaftlichen Bedeutung von Migrantenselbstorganisationen, ihrem Stellenwert in einem demokratischen Konzept, das jenseits von Staat und Markt - weil unabhängig von etablierten politischen und bürokratischen Instanzen und dennoch am, wenngleich notwendig partikularen, Gemeinwohl orientiert - auf dezentrale Bürgerpolitik setzt. Des weiteren macht ein kritischer Blick auf den Forschungsstand deutlich, dass Migrantenselbstorganisationen nicht zu den bevorzugten Forschungsgegenständen in der bundesdeutschen Wissenschaft gehören. Die vorliegenden Untersuchungen der letzten zwanzig Jahre leiden überwiegend unter einer markanten Verengung: Bei allem mikrosoziologischen und theoretischen Zugewinn dominiert nach wie vor die polarisierende Fragestellung, ob Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten eher zur Integration oder Separation beitragen, die wissenschaftliche Diskussion. Auf dieser Grundlage wird die These erörtert, wonach Politik und wissenschaftlicher mainstream in einem Dualismus befangen sind, der eine erkenntnisfördernde, Theorie und Praxis neu belebende Perspektive verstellt. Zudem zeigt eine empirische Gegenüberstellung mit Großbritannien die völlig untergeordnete Rolle ethnischer Minderheiten als Akteure in der bundesrepublikanischen (medien-)öffentlichen Debatte über Migration und interkulturelle Beziehungen auf. Neben diesen Einschränkungen wird aber auch darauf hingewiesen, dass selbst Migrantenselbstorganisationen, die mit dem ausdrücklichen Ziel der politischen Interessenvertretung angetreten sind, diesen Anspruch offensichtlich nicht genügend umsetzen können. Migrantenselbstorganisationen in der BRD gelingt es nach wie vor nicht, ihre Sichtweise in das entscheidende Forum symbolischer Auseinandersetzungen, die Medienöffentlichkeit, zu bringen. Somit besteht großer Bedarf an Akteuren mit fundierter (Aus-)Bildung und guter deutscher Sprachkompetenz. Dringend notwendig ist außerdem die Professionalisierung der Vereinsarbeit, um Leistungen und Potenziale besser zur Geltung zu bringen. (ICG2)
Thesaurusschlagwörter migration; organizations; media; group; migrant; Federal Republic of Germany; reporting; social integration; further education; ethnic group; migration policy; civil society; Great Britain; political integration; research status; political group; self-help; political situation
Klassifikation Organisationssoziologie, Militärsoziologie; Migration; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode anwendungsorientiert; empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 7-15
Zeitschriftentitel Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst soFid (2001) Migration und ethnische Minderheiten 2001/1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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