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Rückfallgefährdung und Gewaltrisiko bei exhibitionistischen Tätern : Forschungsstand und Forschungsbedarf

Danger of recidivism and risk of violence among exhibitionist offenders: current state of research and demand for research
[Zeitschriftenartikel]

Görgen, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-204677

Weitere Angaben:
Abstract Die Gefährlichkeit exhibitionistischer Taten und Täter ist aktuell umstritten. Wird einerseits unter Verweis auf die geringe Schwere des Normverstoßes die Entkriminalisierung dieses Deliktsbereiches und die Herabstufung zu einer Ordnungswidrigkeit befürwortet, so wird andererseits die Position vertreten, exhibitionistische Handlungen stünden zum Teil am Beginn krimineller Karrieren, welche auch schwerwiegende gewaltförmige Sexual- und sonstige Delikte einschlössen. Die vorliegende Literaturübersicht erlaubt u.a. folgende Schlüsse: Der Dunkelfeldanteil bei exhibitionistischen Handlungen ist geringer ist als bei anderen Sexualdelikten; dies gilt insbesondere im Vergleich zu sexuellen Nahraumtaten. Die Unterschiede zwischen den Rückfallquoten bei Exhibitionismus und anderen Delikten sind also zum Teil durch die Operationalisierung von Rückfälligkeit über erneute strafrechtliche Auffälligkeit bedingt. Auch im Hinblick darauf, dass es geradezu zum 'Wesen' des Exhibitionismus gehört, dass der Täter gesehen werden will, sind Rückfallhäufigkeiten hier anders zu interpretieren als etwa bei Vergewaltigung oder sexuellem Kindesmissbrauch. Die weitgehend unabhängig von Rückfallstudien vorliegenden Arbeiten zur Phänomenologie und Genese exhibitionistischen Verhaltens legen weiterhin den Schluss nahe, dass Exhibitionisten nicht als homogene Gruppe betrachtet werden können, dass es vielmehr Subgruppen mit spezifischen Gefährdungspotenzialen und Wahrscheinlichkeiten des Übergangs zu Gewaltdelikten gibt. (ICA2)
Thesaurusschlagwörter deviant behavior; propensity to violence; endangerment; sexual offense; risk; sexuality; criminal law; criminal justice policy; relapse
Klassifikation Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie; psychische Störungen, Behandlung und Prävention
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 9-48
Zeitschriftentitel Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst soFid (2005) Kriminalsoziologie und Rechtssoziologie 2005/1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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