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Schattenseiten des neuen Sorge- und Umgangsrechts - Folgerungen für eine kindeswohlfördernde Praxis

Problems with child custody and right of access in highly controversial cases
[Zeitschriftenartikel]

Heiliger, Anita

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-204388

Weitere Angaben:
Abstract 'Der folgende Beitrag möchte Aufmerksamkeit auf ein Problem lenken, das infolge der Kindschaftsrechtsreform von 1998 entstanden ist: Das Kindeswohl ist gefährdet durch eine häufig rigide und systematische Durchsetzung von Umgangsrechten selbst für Väter, die gegen die Mutter und/oder das Kind körperliche und sexuelle Gewalt ausgeübt sowie diese psychisch drangsaliert haben. Dies folgt aus einer Rechtsauffassung, die die Gründe für die Umgangsverweigerung von Müttern nicht ernst genug nimmt und so ungewollt einer Kindeswohlgefährdung Vorschub leistet. Aufgezeigt werden u. a. die rechtlichen Mittel, die gegen Mütter angewandt werden, um entgegen deren massiven Ängsten und negativen Erfahrungen den Kontakt des Vaters mit seinem Kind zu erzwingen. Gefordert werden Veränderungen im Gesetz sowie in der Praxis von Sozialarbeit, Gutachterwesen und Justiz mit dem Ziel einer Qualifizierung der Fachbasis für einen angemessenen, opferschützenden Umgang mit Männergewalt gegen Frauen und Kinder in der Familie.' (Autorenreferat)

'This contribution seeks to call attention to a problem triggered by the 1998 amendment of the German parents and child law (Kindschaftsrecht). The child's wellbeing is being endangered by the rigid and systematic enforcement of the right of access, one also granted to fathers who physically, sexually and mentally abused the mother and/or the child. According to the author, this phenomenon is based on an interpretation of the law that refuses to take seriously the reasons why a mother might wish to deny access. By disregarding the quality of access, it inadvertently aids and abets a persistent endangerment of the child's wellbeing. Among other things, the author lists the legal means currently being used to enforce the contact between the father and his child, despite the mother's substantial fears and negative experiences. The author calls for changes in the law and in the daily routine of social workers, experts and judicial authorities. These changes should enable professionals to adequately protect victims when dealing with male violence against women and children in the family.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter family law; violence; Federal Republic of Germany; parental separation; child custody; psychological consequences; amendment; sexual abuse; child well-being
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 9-17
Zeitschriftentitel Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst soFid (2005) Jugendforschung 2005/1
Status Postprint; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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