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Das Fremde als Leere

Strangeness as emptiness
[Zeitschriftenartikel]

Schophaus, Malte; Helling, Svenja

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-20397

Weitere Angaben:
Abstract In dem Artikel werden Überlegungen über räumliche Leere auf den sozialen Prozess der Annäherung an Fremdes übertragen. Leere ist gesellschaftlich nicht geduldet. Leerer Raum wird möglichst dicht gefüllt, leere Zeit möglichst effektiv genutzt. Überträgt man die Metapher der Leere auf einen Menschen, so darf auch dieser nicht 'leer' bleiben. Der Mensch darf nicht undefiniert - denn dadurch unkontrollierbar - bleiben. Im dominanten Diskurs wird derjenige, der als 'fremd' bezeichnet wird, in der Regel fremddefiniert. D.h. diese Definition geschieht im Monolog, weitgehend unabhängig von der fremden Person. So wird hier der Begriff der Leere dem der Fremde vorgezogen. Begreift man den Annäherungsprozess zwischen zwei sich fremden Menschen als Dialog, so drückt der Begriff der Leere geradezu einen 'architektonischen' Reiz der Fremde aus. Im Dialog treten beide Gegenüber in einen intermediären Raum, den sie gemeinsam auffüllen. Der leere Raum bietet die 'Freiheit des Undefinierten' und ermöglicht so die Konstruktion von Neuem. Leere/ Fremde kann so als ein Potential für gesellschaftlichen Wandel wirken.
Thesaurusschlagwörter foreignness; social relations; interaction; dialogue; zone
Klassifikation Sozialpsychologie
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Leere; Fremde
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 143-153
Zeitschriftentitel Psychologie und Gesellschaftskritik, 25 (2001) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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