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Determinanten des Auszugs junger Erwachsener aus dem Elternhaus : eine Analyse mit Survivalmodellen

Determinants in young adults moving out of the parental home: an analysis with survival models
[Zeitschriftenartikel]

Georg, Werner; Strzoda, Christiane; Zinnecker, Jürgen

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-201289

Weitere Angaben:
Abstract 'In der Familiensoziologie wird momentan eine Diskussion um den längeren Verbleib von Jugendlichen in ihrer Herkunftsfamilie geführt. Dieses 'Nesthockerphänomen' verweist, so die Annahme, möglichwerweise auf eine veränderte Struktur der intergenerationalen Familienbeziehungen und ein gewandeltes jugendbiographisches Modell. Der empirische Status dieser Diskussion ist jedoch unbefriedigend, da zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich Einzelfallstudien auf qualitativer Ebene veröffentlicht wurden. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag auf der Basis der Shell Jugendstudie 1992 Survialmodelle berechnet, die den Auszugszeitpunkt aus dem Elternhaus in Abhängigkeit von soziodemografischen und lebenslaufbezogenen Variablen erklären. Im Ergebnis zeigt sich ein deutlicher Einfluß des Geschlechts (weibliche Befragte ziehen früher aus) sowie der Bildung des Befragten (niedrig Gebildete verlassen das Elternhaus eher), des Bildungsstatus ihres Vaters (niedrige Bildungsniveaus sind mit einem späteren Auszugstermin verknüpft) und der Wohnortgröße (Bewohner größerer Städte besitzen eine stärkere Auszugsneigung). Im Bereich lebenslaufbezogener Ereignisse läßt sich zeigen, daß frühe sexuelle Erfahrungen mit einem früheren Auszugstermin verbunden sind (und vice versa) und der Auszugszeitpunkt vor allem mit familial-partnerschaftlichen Statuspassagen synchronisiert wird und weniger mit beruflichen.' (Autorenreferat)

'In the sociology of family a discussion is presently taking place concerning young people's prolonged remain in their family of origin. This phenomenon points to the likelihood of an altered intergenerational relationship and biographical model of youth. However, the empirical status of this discussion is unsatisfactory because so far only qualitative case studies have been published. Against this background survial models are computed with the data of the 'Shell Youth Survey 1992' which explain the 'moving out' phenomenon with socio-demographic and life-course related variables. The results of these models display a clear influence of gender (female respondents leave earlier) as well as the educational attainment of the respondents (lower educated leave the house of their parents earlier) and their fathers (lower levels of educational attainment are associated with a later moving out) and the place of residence (inhabitants of bigger cities are more likely to move out early.) With respect to the life-course related variables it can be shown that earlier sexual experiences are associated with an earlier moving out and that the point in time, when the moving out takes place, is synchronized mainly with the establishment of one's own household and not with the professional status-passage.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter young adult; life career; level of education; demographic factors; parental home; gender-specific factors; social factors; change of status
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1994
Seitenangabe S. 106-123
Zeitschriftentitel ZA-Information / Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung (1994) 34
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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