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Die wundersame Neubelebung eines vermeintlichen Auslaufmodells : IT-Beschäftigte und Mitbestimmungnach dem Ende des New Economy-Hypes ; Referat zum internationalen Workshop "Arbeitspolitische Regulierung in Betrieben ohne institutionalisierte Interessenvertretung" am 12. und 13. November 2004 an der TU München

The miraculous revival of a supposed discontinued model: IT employees and codetermination after the end of the New Economy hype
[Konferenzbeitrag]

Boes, Andreas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-199413

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. ISF München
Abstract Der Beitrag thematisiert den Wandel der Arbeit und der Arbeitsbeziehungen in der IT-Industrie nach dem Ende des New Economy-Hypes 2001. Dabei geht es um den Zusammenhang von neuen Unternehmenskonzepten und Arbeitsformen, neuen Arbeitskrafttypen und den darin liegenden Implikationen für die Charakteristik der Arbeitsbeziehungen. Die Ausführungen stützen sich im wesentlichen auf zwei empirische Forschungsprojekte, die im Zeitraum zwischen 1998 und 2004 durchgeführt wurden, sowie ein Teilprojekt im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 'Reflexive Modernisierung'. Die These zur Zukunft der Arbeitsbeziehungen in der IT-Industrie lautet: Was in der Boomphase der IT-Industrie als Ausdruck der Durchsetzung eines neuen, individualistischen Musters der Arbeitsbeziehungen erschien, war in Wirklichkeit das Resultat der Sonderbedingungen einer Übergangsphase im Zuge einer günstigen Prosperitätsentwicklung. In der IT-Industrie zeichnet sich nun eine Zeitenwende ab, in deren Folge sich die Parameter der Entwicklung der Arbeitsbeziehungen grundlegend verändern. Das sozialintegrative Fundament moderner Unternehmenskonzepte wird zerstört, bevor die Statik der neuen Konzepte sich insgesamt als verlässlich erwiesen hat. Dies hat gravierende Folgen für die Arbeitsbeziehungen: Unter dem Eindruck dieser Zeitenwende hat sich in den Köpfen der IT-Beschäftigten eine Neuorientierung hinsichtlich ihrer Interessenidentität vollzogen: Die bisher vorherrschende 'Beitragsorientierung' weicht einer Arbeitnehmerorientierung. Mit dem Wandel der Interessenidentität gewinnt auch die verfasste Mitbestimmung an Attraktivität. Dass Selbstbestimmung ohne Mitbestimmung nicht funktionieren wird, ist der Mehrzahl der Beschäftigten in den letzten Jahren überraschend schnell deutlich geworden. Sie befinden sich daher auf der Suche nach neuen Formen der kollektiven Interessenwahrung. Dabei ist die Bildung eines Betriebsrats für viele Beschäftigte ein unverzichtbares Moment eines Modells gemeinsamer Interessendurchsetzung, keinesfalls aber die Lösung aller Probleme. Diese Entwicklung erklärend gliedern sich die Ausführungen in die folgenden Aspekte: (1) die Krise als Beginn der Zeitenwende in der IT-Industrie, (2) die Interessenpositionen der Beschäftigten zwischen Anpassung und Behauptung, (3) der Wandel der Interessenidentität und die Suche nach Formen einer kollektiven Interessendurchsetzung sowie (4) die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in der IT-Industrie. (ICG2)
Thesaurusschlagwörter labor; employee; working conditions; labor relations; work culture; works council; Federal Republic of Germany; IT industry; new economy; codetermination; interest orientation; representation of interests
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Arbeitswelt
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort München
Seitenangabe 34 S.
Schriftenreihe Arbeitspapier des Projekts ARB-IT2, 9
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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