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Global governance through transnational network organizations - the scope and limitations of civil society self-organization

Globale Gonvernance durch transnationale Netzwerkorganisationen - Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation
[Arbeitspapier]

Kern, Kristine

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-196706

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "When the topic of global governance or post-national governance arises, it generally does so in the context of the co-operation between nation states, international agreements and the role of international organizations. As opposed to this, global governance through the self-organization of transnational civil society is rarely discussed. Therefore, the aim of this paper is to demonstrate the scope and limitations of global governance through civil society self-organization. The case of the Forest Stewardship Council (FSC), which is now deemed a success, has been selected to demonstrate this phenomenon at work. What is involved here is a globally distributed environmental label for the certification of sustainably managed forests. The FSC shows how a private civil society regime can be implemented, how its implementation can be controlled and how violations can be sanctioned. It may be stated that the case of the Forest Stewardship Council is a form of global governance without nation-state involvement that can be viewed as a complete alternative to global governance through nation states. The rapid spread of the FSC system was enhanced by the dynamic combination of civil society self-organization with market mechanisms. Moreover, the FSC system fills a gap that arose from the political failure at the level of international regimes. However, it has become clear that national forest protection standards are needed for the FSC system to function smoothly. The FSC system cannot replace national legislation and its implementation by an effective administration. The fact that the FSC can rely not only on its own internal means of sanction (i.e. withdrawal of certification), but can also resort to boycotts as a potential external instrument of sanction is undoubtedly a key factor behind the success of the FSC. However, the analysis also shows the limits of global governance through selforganization: As no nation state has the norm-setting monopoly, the FSC system competes with other certification systems in many countries throughout the world. Overall, the FSC system can be deemed a success. Private standards appear to work best if a specific combination of self-organization and market mechanisms comes to fruition, if the non-state systems are embedded in nation-state systems, if resources are available outside the system that can, if necessary, be used to mobilize consumers and if the problems that necessarily arise from the competition of certification systems can be overcome." (author's abstract)

"Wenn von globaler Governance oder postnationalem Regieren die Rede ist, geht es zumeist um die Kooperation von Nationalstaaten im Rahmen internationaler Vereinbarungen oder um die Rolle internationaler Organisationen. Im Gegensatz dazu wird globale Governance durch die Selbstorganisation transnationaler Zivilgesellschaften selten thematisiert. Aus diesem Grunde will der vorliegende Beitrag die Möglichkeiten und Grenzen globaler Governance durch zivilgesellschaftliche Selbstorganisation aufzeigen. Ausgewählt wurde ein Fall, der mittlerweile als Erfolg gilt: das 'Forest Stewardship Council' (FSC). Dabei handelt es sich um ein weltweit vergebenes Umweltzeichen für die Zertifizierung nachhaltig bewirtschafteter Wälder. Der Fall des FSC zeigt, wie ein nichtstaatliches Regelwerk implementiert und seine Umsetzung kontrolliert werden kann und wie Verstöße sanktioniert werden können. Bei dem hier analysierten Fall des Forest Stewardship Council handelt es sich um eine Form der globalen Governance ohne Nationalstaat, die durchaus als eine Alternative zur globalen Governance durch Nationalstaaten gesehen werden kann. Die rasche Verbreitung des FSC-Systems wurde durch die dynamische Kombination zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation mit Marktmechanismen befördert. Darüber hinaus schließt das FSC-System eine Lücke, die sich aufgrund des Politikversagens auf der Ebene internationaler Regime ergeben hatte. Allerdings ist deutlich geworden, dass nationalstaatliche Standards des Waldschutzes nötig sind, damit das FSC-System reibungslos funktionieren kann, denn das Zertifizierungssystem des FSC kann nationale Gesetzgebung und ihren Vollzug durch eine effiziente Verwaltung nicht ersetzen. Ein Faktor für den Erfolg des FSC ist zweifellos, dass dieser Organisation nicht nur eigenes Sanktionspotential (z.B. Entzug des Zertifikats) zu Verfügung steht, sondern bei Bedarf auf Boykotte als externes Sanktionspotential zurückgegriffen werden kann. Die Analyse zeigt jedoch auch die Grenzen globaler Governance durch zivilgesellschaftliche Selbstorganisation. Da es hier keinen Nationalstaat gibt, der über das Monopol zur Normsetzung verfügt, konkurriert das FSC-System in vielen Ländern mit anderen Zertifizierungssystemen. Insgesamt gesehen kann das FSC-System als Erfolg bewertet werden. Private Normen scheinen dann am besten zu funktionieren, wenn eine spezifische Kombination der Selbstorganisation mit Marktmechanismen zum Tragen kommt, wenn die nicht-staatlichen Systeme in nationalstaatliche Systeme eingebettet sind, wenn Ressourcen außerhalb des Systems zur Verfügung stehen, die bei Bedarf für die Mobilisierung der Verbraucher eingesetzt werden können, und wenn die Probleme bewältigt werden können, die sich aus der Konkurrenz von Zertifizierungssystemen zwangsläufig ergeben." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter global governance; civil society; self-organization; politics; network; supranationality; supranational relations; international organization; forestry; sustainability; certification; environmental compatibility; effectiveness; legitimacy; international cooperation; nation state
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 25 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie, Abteilung Zivilgesellschaft und transnationale Netzwerke, 2004-102
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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