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Entgeltumwandlung und die Finanzen der Sozialversicherung : ein Problemaufriss

[Arbeitspapier]

Schmähl, Winfried

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-195728

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik
Abstract "Arbeitnehmer haben in Deutschland seit 2002 das Recht, einen Teil des Arbeitsentgelts in einen Anspruch auf eine betriebliche Alterssicherungsleistung umzuwandeln (Entgeltumwandlung). Dies ist ein Element der politischen Strategie zur Umgestaltung des deutschen Alterssicherungssystems, um die Umlagefinanzierung der Sozialversicherung zum Teil durch kapitalfundierte private Renten zu ersetzen. Für diese „umgewandelten“ Entgeltbestandteile müssen weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeiträge (von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern) entrichtet werden. Letzteres ist derzeit bis Ende 2008 begrenzt. Angesichts dieses Tatbestandes wird von vielen Seiten eine zeitlich unbefristete Beibehaltung der Beitragsfreiheit – oder deren Modifizierung – gefordert. Mit der Entgeltumwandlung sind vielfältige Effekte verbunden, so Auswirkungen auf die Finanzlage der Sozialversicherungsträger, aber auch personelle Verteilungswirkungen. In diesem Beitrag werden jedoch allein Auswirkungen der sozialabgabenbefreiten Entgeltumwandlung auf die Finanzen der Sozialversicherungsträger analysiert: Für jeden Sozialversicherungszweig wird zunächst gefragt, welche Folgen sich für die Beitragseinnahmen ergeben und wovon diese abhängen, sodann, ob sich durch die Entgeltumwandlung auch die Ausgaben verändern. Beide Effekte zusammen bestimmen kurz- und langfristig die Folgen für die Finanzlage der Sozialversicherungsträger. Diese sind in den verschiedenen Versicherungszweigen unterschiedlich, wobei insbesondere in der gesetzlichen Rentenversicherung sehr komplexe Wirkungszusammenhänge bestehen, die detailliert nachgezeichnet werden. Die Folgen für die Finanzlage der Sozialversicherung sind allerdings nur ein wichtiges Element zur Beurteilung der Entgeltumwandlung." (Autorenreferat)

"Since the year 2002, employees in Germany are entitled to convert part of their earnings into an occupational pension claim. Earnings conversion is an element of a new political strategy to redesign old-age security in Germany – from (public) pay-as-you-go financing more towards (private) capital funding. Neither income tax nor social insurance contribution has to be paid for these parts of individual earnings. According to present law, exemption from contribution payment, however, will be effective only up to the end of the year 2008. There is a lot of political pressure to allow contribution-free earnings conversion also in the future – or at least to maintain it with some modifications. Earnings conversion has a lot of effects on the financing situation of social insurance schemes as well as distributional effects. In this paper, results of contribution-free earnings conversion on the financing situation of the different social insurance schemes are analysed, looking at the revenue side as well as on short- and long-term development of expenditure. These expenditure effects are very different within the social insurance branches, and they are in particular very complex in social pension insurance. This is described in detail. The consequences for the financing situation of social insurance schemes are, however, only one important element when trying to evaluate earnings conversion." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; employee; provision for old age; social insurance; withholding tax; pension insurance
Klassifikation soziale Sicherung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Bremen
Seitenangabe 20 S.
Schriftenreihe ZeS-Arbeitspapier, 7/2007
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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