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Industriestandort mit Vorbildfunktion? Das ostdeutsche Chemiedreieck

A new model of industrial location? The East German "chemical triangle"
[Arbeitspapier]

Derlien, Holger; Faupel, Tobias; Nieters, Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-194723

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "In diesem Beitrag wird aufgezeigt, mit welchen Strategien die ostdeutsche Chemieindustrie den Transformationsprozeß von der Planwirtschaft mit volkseigenen Betrieben zur Marktwirtschaft mit Privatunternehmen bewältigt hat. Betrachtet werden dafür die Standorte der ehemaligen Kombinate Bitterfeld-Wolfen, Buna und Leuna, an denen vor der Transformation 50 Prozent des Chemie- und 10 Prozent des gesamten Industrieproduktionswertes der ehemaligen DDR geschaffen wurden. Die Ausgangslage der Betriebe an diesen Standorten wurde 1989/1990 als so verheerend eingestuft, daß eine Weiterführung der Erzeugung chemischer Produkte sehr fraglich war. Im ersten Teil der Arbeit wird detailliert auf den vollzogenen Transformationsprozeß der ehemaligen Kombinate und dessen Auswirkungen auf die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Situation in der Region eingegangen. Auffallend ist, daß jetzt an allen drei Standorten die in der Chemieindustrie produktionstechnisch bedingte firmenübergreifende Zusammenarbeit auch bei der Nutzung der Infrastruktur Anwendung findet. Dieses sogenannte Chemieparkkonzept wurde von der Treuhandanstalt unter dem Druck des notwendigen schnellen Transformationsprozesses entwickelt. Die Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes wird im zweiten Teil der Arbeit behandelt. Daran anschließend folgt im dritten Teil der Arbeit eine umfassende Standortbewertung. Als Ergebnisse dieser Arbeit lassen sich feststellen: Ein langfristiger Erhalt der Chemiestandorte bedurfte der Auflösung der alten Organisations- und Verbundstruktur und war allein mit dem Bestand der alten Betriebe nicht möglich, sondern benötigte gezielte Neuansiedlungen. Im Transformationsprozeß stellte sich die Schaffung einer unternehmensgerechten Infrastruktur als kritischer Faktor für private Investitionen heraus. Mit der Entwicklung des Chemieparkkonzeptes trug die Treuhandanstalt dieser Tatsache Rechnung. Die Umsetzung des Chemieparkkonzeptes, das vorhandene Facharbeiterpotential und die Chemieakzeptanz in der Bevölkerung machen das Chemiedreieck heute zu einem attraktiven Standort. Für die langfristige Erhaltung der Chemieproduktion müssen die Standorte entsprechend der Produktion zu Forschungsstandorten ausgebaut werden." (Autorenreferat)

"This paper analyzes the strategies of the eastern German chemical industry to make the transition from planned to market economy. For this purpose, the sites at Bitterfeld-Wolfen, Buna and Leuna (called the 'chemical triangle') are researched. Before the transformation, 50 percent of the chemical and 10 percent of the whole industrial production value of the former GDR was created in the 'chemical triangle'. The plants' starting situation for the sites mentioned above were assessed disastrous in 1989-1990. Thus, the survival of chemicals production on these sites was insecure. The paper consists of three main parts. In the first part, the general strategies used in the transformation process and their ecological, economical and social effects are analyzed. It is characteristic of all three locations that joint production, typical for the chemical industry, was extended to a common use of the site infrastructure. The chemical park concept made this possible. The second part of the paper presents a detailed discussion of the development and implementation of this concept. The third part consists of a valuation of the site locations at Bitterfeld-Wolfen, Buna and Leuna. The research results can be stated as follows: The long-term preservation of the chemical sites required the destruction of the former organizational and co-operative structure. The preservation was not possible within the confines of the existing plants but it needed specific new foundations. The development of a modern, competitive infrastructure was crucial for potential investors. The realization of the chemical park concept, the availability of a well-educated work force and the acceptance of chemical production by the population were the main factors that made the 'chemical triangle' an attractive location. R&D activity in the 'chemical triangle' is low. To ensure the success of the chemical sites in the long run, the R&D budget of the companies must be proportionate to the size of the chemical production." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter New Federal States; chemical industry; location policy; conception; transformation; choice of location; economic policy; Federal Republic of Germany; production
Klassifikation Volkswirtschaftslehre
Methode anwendungsorientiert; empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1999
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 49 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Marktprozeß und Unternehmensentwicklung, Abteilung Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Wandel, 99-16
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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