@incollection { Kron2002,
 title = {Glücksspiele und der Ernst des Lebens - Fortuna in Aktion},
 author = {Kron, Thomas and Schimank, Uwe},
 editor = {Bellebaum, Alfred},
 pages = {157-176},
 year = {2002},
 publisher = {UVK Verl.-Ges.},
 isbn = {3-89669-766-8},
 url = {http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-192340},
 abstract = {Im Beitrag geht es um eine Untersuchung des Glücksspiels, das im Rahmen der Unterscheidung von glücklich sein/Glück haben - eudimonia/eutychia, bonheur/fortune oder eben happiness/luck - in den Bereich der Fortuna gehört, der Göttin des Schicksals, die ihre Gaben willkürlich und planlos verteilt. Diese Gaben sind für die Menschen nicht vorhersehbar und treffen sie - als Glück oder Unglück - schicksalhaft. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht dabei die Frage, weshalb Akteure freiwillig in ihrem Handeln den Regeln des Glücksspiels folgen, sich also ohne Zwang dem Schicksal hingeben, statt zu versuchen, das eigene Geschick soweit wie möglich durch überlegte Entscheidungen zu steuern. Im Hintergrund dieser Fragestellung steht die Annahme, dass gerade das reine Glücksspiel auf seine Art erlaubt, die Bedeutung des Zufalls im Leben und Denken einer Gesellschaft zu erkennen. Die Ausführungen zeigen insgesamt, dass Glücksspiele mit ihren Funktionen der Reduktion von Rationalitätsdruck und des Aufbaus von Selbstbestätigungen umso wichtiger für die Individuen werden, je weniger sie den "Ernst des Lebens" rational bewältigen können. Wenn einem der Zufall schon im "Ernst des Lebens" meist mehr oder weniger böse mitspielt und sich damit in seiner ganzen Allmacht zeigt, will man wenigstens in den "Auszeiten" die andere Seite des Zufalls kennen lernen und so auch erfahren, dass man dessen Gunst nicht gänzlich eingebüßt hat. Insofern könnten die geschilderten gesellschaftlichen Entwicklungen ganz im Sinne der Glücksspielindustrie laufen. (ICA2)},
}