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Krisendiagnosen und ihre Konsequenzen : das Beispiel "Globaler Klimawandel"

Crisis diagnoses and their consequences : the example of "global climate change"
[Konferenzbeitrag]

Voss, Martin

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-155540

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Wohl keine Kulturform hat sich so sehr auf ihre Begriffe verlassen, wie die 'wissenschaftlich-technische Zivilisation'. Zwar wurde seit den Anfängen der okzidentalen Philosophie stets über das 'wahre' Verständnis des Seins gestritten, auch darüber, wie es sich wissenschaftlich angemessen beobachten ließe, welche Beschreibungsformen und Begriffe hierzu taugen und welche unvorhergesehenen Nebenwirkungen mit diesen Beschreibungsformen einhergehen. Mit den Anfängen der 'modernen' Wissenschaft im 16./17. Jh. verfestigte sich jedoch eine seitdem nicht mehr fundamental kritisierte duale Weise des wissenschaftlichen Begreifens von Welt, diese entweder als Natur oder als Gesellschaft zu begreifen. Seither dominiert eine Weise wissenschaftlichen Beschreibens von Welt mit primär den 'Natur'-wissenschaften entlehnten Begriffen. Seit einigen Jahrzehnten gewinnt jedoch die radikalere Kritik an Zuspruch, die die Wissenschaft als professionelle Institution zur gesellschaftlichen Problemlösung insgesamt in Frage stellt. In dem einleitenden Beitrag zur Ad-Hoc-Gruppe wird dieser Prozess des Legitimitätsverlustes in einen Zusammenhang gebracht mit der gesellschaftlich beobachteten Zunahme an Katastrophenphänomenen und der Weise des wissenschaftlichen begrifflichen Begreifens von Welt. Krisen und Katastrophen, so die These, symbolisieren das Versagen gesellschaftlicher Formen der Umweltbeobachtung, sie sind also mit anderen Worten das Resultat falscher Diagnosen über die menschliche Umwelt. Eine dieser falschen Diagnosen lautet: 'Natur'. Obwohl scheinbar nur ein Begriff, geht damit doch eine Weise des Weltzugangs einher, eine Form der Wahrnehmung, die den tatsächlichen Verhältnissen zunehmend unangemessen ist. Behauptet wird in dem Beitrag also, dass 'die Moderne' sich auf eine bestimmte Form des begrifflichen Begreifens von Umwelt eingeschränkt hat, die zunehmend krisen- und schließlich katastrophenträchtiger wird. Dieser Prozess stellt die Wissenschaft selbst zunehmend in Frage, die nun aufgefordert ist, grundsätzlich neue Formen und Modalitäten der Umweltbeschreibung zu entwickeln, will sie nicht mit ihrem vermeintlichen bisherigen Gegenstand, der Natur, 'verschwinden'." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter climate change; science; nature; concept; modernity
Klassifikation Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsforschung, Technikforschung, Techniksoziologie; Ökologie und Umwelt
Methode deskriptive Studie; Dokumentation
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 3591-3600
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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