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"Varieties of Postcommunist Capitalism" : der Einfluss der Europäischen Integration

"Varieties of postcommunist capitalism" : the effect of European integration
[Konferenzbeitrag]

Müller, Klaus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-155222

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Kulturelle Erklärungsmomente werden in jüngeren Analysen der osteuropäischen Transformation stärker gewichtet als in den frühen Theorien des Übergangs zu Markt und Demokratie. Das hat seinen guten Grund in der Diversität der postkommunistischen Gesellschaften, von denen keine dem neoliberalen Drehbuch 'radikaler Reformen' gefolgt ist. Zu Recht werden daher kulturelle Faktoren für die unterschiedlichen Gestalten verantwortlich gemacht, die der Kapitalismus in Osteuropa hervorgebracht hat. Doch was ist in diesem Zusammenhang unter 'Kultur' zu verstehen, und welche Erklärungskraft sollte man 'kulturellen Faktoren' in gesellschaftlichen Kontexten beimessen? Offenbar unzureichend ist eine Residualkategorie von 'Kultur', die unerwartete Divergenzen innerhalb der Region, mäßiges Wachstum, schwache Zivilgesellschaften, endemische Korruption, d.h. all jene Erscheinungen ad hoc abdecken soll, die in den Theorien der ersten Generation nicht vorgesehen waren. Ebenso wenig hilfreich ist ein normativistischer Kulturbegriff, der 'Europa' als einen im Osten (noch) unzureichend implementierten kulturellen Code versteht und demgemäß imperfekte Demokratien, überholte Souveränitätsansprüche, einen spezifisch östlichen Nationalismus oder zivilisatorische Inkompetenz konstatiert. Angemessener scheint es, gesellschaftliche Kultur als Cluster generalisierter Werte und Symbolisierungen zu begreifen, die in die Bewertung institutioneller Ordnungen einfließen und Interpretationen der Vergangenheit und Zukunftsentwürfe bereitstellen. In Zeiten radikalen Wandels brechen die in Kulturen immer auch angelegten Konflikte auf. Die postkommunistischen Gesellschaften befinden sich einem fortlaufenden Prozess der kulturellen Transformation, in dem konkurriende Reinterpretationen gesellschaftlicher Ordnung aufeinanderprallen. Zwei Konfliktlinien verdienen besondere Aufmerksamkeit, da sie sich in unterschiedliche Konzeptionen politischer Legitimation und sozialer Integration artikulieren: Erstens die Gewichtung zwischen nationaler Identifikation und (supranationaler) europäischer Integration; zweitens die Vermittlung zwischen Marktliberalisierung und egalitärem Wertmuster. Eine Analyse dieser Konfliktlinien führt zu einem vielschichtigen Ergebnis, das sich nicht auf eine lineare Vorstellung von 'Europäisierung' abbilden lässt - nicht zuletzt, weil eine einheitliche Interpretation 'Europas' schwer zu haben ist." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter post-communist society; transformation; Europeanization; European integration; EU; influence; cultural factors; Eastern Europe; political theory; democratization; culture; concept; capitalism; nationalism; value; value-orientation; legitimation; conflict; liberalization; market economy; Europe
Klassifikation Staat, staatliche Organisationsformen; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Europapolitik
Methode Dokumentation
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 3975-3984
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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