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Diskurstheorie als Werkzeugkiste : eine Analyse der Effekte diskursiver Praxen im Kontext familialer Geschlechterarrangements

Discourse theory as a toolbox : an analysis of the effects of discursive practices in the context of family gender arrangements
[conference paper]

König, Tomke

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-154572

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Ausgangspunkt des Beitrags ist die Annahme, dass der Glaube an die Natürlichkeit der Geschlechtsunterschiede für die binäre Geschlechterordnung und die Identifizierung von Subjekten als 'Frauen' und 'Männer' konstitutiv ist. Aus einer diskurstheoretischer Perspektive stellen sich im Anschluss hieran zwei Fragen: Wie und wo wird dieses unproblematische Wissen zum Gegenstand von diskursiven Ereignissen? Und welche Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen sind in solchen Ereignissen sag- und damit auch lebbar? Im Beitrag sollen diese Fragen anhand selbst erzeugten empirischen Materials beantwortet werden. Es sind dies Interviews, die die Verfasserin mit gleich- und gegengeschlechtlichen Paaren geführt habe, die unterschiedlichen sozialen Milieus angehören und mit kleinen Kindern zusammen leben. Dabei soll auch aufgezeigt werden, welche Implikationen eine diskurstheoretische Position für die Analyse qualitativer empirischer Daten haben. Statt nach den Begründungszusammenhängen zu fragen, die eine Aussage plausibel machen und in der 'Tiefe zu graben', so wie es in den klassischen hermeneutischen Verfahren geschieht, werden Handlungs-, Denk- und Gefühlspraktiken auf der 'Oberfläche' dekonstruiert. Leitend ist die Frage, wie im Reden durch die Signifikationspraxis Wahrnehmungs- und Handlungsmuster konstruiert, Relevanzen festgelegt und Sinnhorizonte verschoben werden. Damit bekommen die interpretierten Texte einen anderen Status. Das, was die befragten sagen, wird nicht als Ausdruck der Tatsache verstanden, dass jemand eine Frau oder ein Mann ist, die oder der als solche/r bestimmten Interessen verfolgt. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Individuen in der Kette von Äußerungen, in denen sie Konventionen anrufen, vergesellschaftet und Frau oder Mann werden. Individuen handeln diesem Ansatz zufolge also weniger unter dem sozialen Druck einer Norm als vielmehr unter der Vorstellung, überhaupt nur dann als Subjekt existieren zu können, wenn sie sich von den Normen appellieren lassen." (Autorenreferat)
Classification General Concepts, Major Hypotheses and Major Theories in the Social Sciences; Family Sociology, Sociology of Sexual Behavior; Women's Studies, Feminist Studies, Gender Studies
Method documentation; empirical; qualitative empirical
Free Keywords Bundesrepublik Deutschland; gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft; Familie; Geschlecht; Diskurs; Geschlechterverhältnis; Mann; Frau; Kind; Handlung; Denken; Emotionalität; Analyse; Wahrnehmung; soziale Konstruktion; Konvention; Individuum; Norm; soziales Milieu; Vergleich; Ad-hoc-Gruppen; Ad-hoc-Gruppe: Die Organisation von Geschlecht und Generativität zwischen Re-Naturalisierung- und Vergesellschaftungsprozessen - Analysen im Anschluss an Giddens und Foucault;
Collection Title Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Document language German
Publication Year 2008
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 4787-4795
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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