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Vom "Impuls" zur Sozialität : Reflexionen über die "Natur" des musikalischen Improvisierens

From "impulse" to sociality : reflections on the "nature" of musical improvization
[Konferenzbeitrag]

Figueroa-Dreher, Silvana K.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-154507

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Das Phänomen der musikalischen Improvisation stellt für die Sozialwissenschaften eine Herausforderung dar, nicht zuletzt deshalb, weil das 'Spielen aus dem Stegreif' - anders als das Interpretieren und Spielen komponierter Musikstücke - die zentrale Frage der Beziehung zwischen a) Natur, b) dem Ausdruck der Individualität und c) Sozialität unter einen neuen Blickwinkel stellt. Der Musiker ist beim Improvisieren in der Lage - anders als beim Interpretieren komponierter Musik -, seine musikalischen, 'impulshaften' und individuellen Gedanken in 'Echtzeit' zu offenbaren. Darüber hinaus ist das Problem der Koordination - und somit der Sozialität - zwischen den Musikern beim Improvisieren vor allem relevant, weil die Unvorhersehbarkeit dessen, was er/ sie selbst und die Mitmusiker spielen werden, die Komplexität eines möglichen gelungenen gemeinsamen Musizierens erhöht. Wie sind die erhöhte Ausdrucksmöglichkeit der Individualität mit der gesteigerten Komplexität der Sozialität beim Improvisieren zu vereinbaren? Im Rahmen des empirischen Forschungsprojektes 'Improvisation als 'neuer' Handlungstypus. Eine handlungstheoretische Exploration der musikalischen Improvisation' stellte sich heraus, dass die Kategorie des 'Impulses' (Kategorie erster Ordnung) eine zentrale Stellung in der Erklärung dieser Fragen einnimmt. So ist der Impuls für die untersuchten Free Jazz Musiker einerseits ein ummittelbarer, spontaner Ausdruck ihrer Individualität aber auch ein Mittel der Erzeugung des Gruppenausdrucks auf der Basis des 'gemeinsamen Atmens' und des 'Gruppen-Pulses'. Der körperliche, 'natürliche' 'Impuls', einen Klang zu erzeugen, vereinigt somit Natur, Individualität und Sozialität. In der Präsentation wird die Verfasserin sich mit dieser Kategorie auseinandersetzen und erklären, wie die prozesshafte Entwicklung vom musikalischem 'Impuls' bis zur Sozialität des gemeinsamen Musizierens die 'Natur' der Improvisation beleuchten kann." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter music; musician; nature; culture; society; individuality; complexity; scope of action; jazz; group
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ; Theorieanwendung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 4865-4874
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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