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Mehr als Musik : die sieben Dimensionen des "Eurovision Song Contests"

More than music : the seven dimensions of the "Eurovision Song Contest"
[Konferenzbeitrag]

Wolther, Irving

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-154477

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Eurovision Song Contest (ESC) ist der weltweit größte internationale Wettbewerb für populäre Musik und das erfolgreichste Fernsehunterhaltungsprogramm in Europa. Obwohl der ESC ursprünglich das Ziel verfolgte, die Entstehung neuer Lieder zu fördern, handelte es sich doch stets um ein von den Fernsehanstalten inszeniertes Medienereignis, das erst nachrangig musikökonomischen Zwecken dient. Für das Publikum ist der ESC auf Grund seiner Periodizität, seiner spezifischen Programmstruktur und nicht zuletzt des Zugehörigkeitsgefühls der Zuschauer, das auf Schemata nationaler und kultureller Identifikation beruht, zu einem hochgradig ritualisierten Medienereignis geworden. Seine Bedeutung geht daher weit über die eines bloßen Musikwettbewerbs hinaus, und viele Länder nutzen den ESC als Mittel national-kultureller Repräsentation. Somit bietet die Veranstaltung eine einmalige Möglichkeit zur Gegenüberstellung unterschiedlicher Nutzungsmodelle von Popularmusik für die Präsentation und Konstruktion nationaler Identitäten, da sie bereits in der Anlage auf einen internationalen (und damit interkulturellen) Vergleich von Musik ausgelegt ist. Der Erfolg der Darbietungen hängt letztlich davon ab, wie die kulturspezifisch geprägten Darstellungsformen von Popmusik mit den Hörgewohnheiten der Zuschauer in anderen Ländern resonieren. Die Ergebnisse einer Befragung der 36 Delegationsleiter beim 49. Eurovision Song Contest in Istanbul 2004 bestätigen, dass der ESC eine Fernsehsendung mit einem ausgesprochen hohen national-kulturellen Repräsentationspotenzial ist, das von den Programmgestaltern erkannt und aktiv genutzt wird. Sie bestätigen auch die Vorreiter-/ Nachzügler-Theorie von Reinhard Bendix (1996): Je stärker sich ein Land als 'Nachzügler' gegenüber den demokratischen und industriellen Standards der westeuropäischen 'Vorreiter' begreifen muss, desto eher wird es seine national-kulturelle Diversität beim ESC zur Schau stellen, da es in der nationalen Kultur die Quelle seines künftigen Erfolgs sieht. Ein Ende dieses 'Kampfes der Kulturen' ist nicht abzusehen, da die Aufteilung zwischen Vorreitern und Nachzüglern nicht statisch ist, sondern einem kontinuierlichen Wandlungsprozess unterliegt." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter music; sociology of music; pop music; Europe; television; television production; television broadcast; competition; international competition; media; spectator; representation; national identity; intercultural comparison; culture; Kulturkampf; social change
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; Rundfunk, Telekommunikation
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 4896-4905
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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