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Entscheidungen: rationale Wahl oder praktisches Gelingen?

Decisions: rational choice or practical success?
[Konferenzbeitrag]

Schimank, Uwe; Wilz, Sylvia Marlene

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-154403

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Was ist an Entscheidungen rational? Ziemlich viel, denn sonst wären es keine Entscheidungen. Oder nicht sehr viel - denn alltägliche Erfahrungen und die Neurobiologie lehren uns anderes? In aktuellen Diskussionen stehen solche polarisierenden Beschreibungen und Bewertungen von Entscheidungen oft hart nebeneinander. Die einen verweisen zu Recht auf den Zwang und die Wahl zur Entscheidung in modernen Gesellschaften, wobei Entscheiden (idealiter) heißt: nach Maßgaben der Rationalität, Objektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit vernünftig, durchdacht, zügig und zielgerichtet zu handeln. Die anderen verweisen - ebenso zu Recht? - unter Hinweis auf Emotionen, Intuitionen und andere 'naturhafte' Determinanten darauf, dass die Rationalität von Entscheidungen nichts anderes sei als Fiktion und nachgeschobene Rechtfertigung; in Wirklichkeit entscheide, so die zugespitzte Position, 'der Bauch'. In dem Beitrag soll die in diesen Diskussionen greifbare Spannung zwischen 'Wahl' und 'Geschehen' aufgenommen und aus zwei Blickwinkeln diskutiert werden: Entscheidungen fallen in der soziologischen Debatte (bislang) vor allem in die Domäne der Theorien rationaler Wahl. Diese erste Perspektive betont die Rationalität und die Intentionalität von Entscheidungen, und das auch dann, wenn die Grenzen und die Fiktionen von Rationalität explizit in die Analyse mit einbezogen werden. Die zweite Perspektive will dieses Verständnis von Entscheidungen ergänzen durch eine Sicht auf Entscheidungen, die diese als Prozess eingelebter Praxis versteht. Damit wird die soziale 'Ordnung' oder Rahmung des Entscheidung-Treffens betont, und Emotionen und Intentionalität werden als Produkt eingelebter Praxis in die Analyse einbezogen. Am Beispiel von Personalentscheidungen in Organisationen sollen die beiden Perspektiven kontrastiert und erörtert werden." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter sociology; sociological theory; decision theory; decision; rational choice theory; rationality; objectivity; economic efficiency; nature; discourse; discussion; emotionality; intention; personnel; human resources; enterprise; organizations; Federal Republic of Germany; practice; comparison
Klassifikation Generelle Theorien der Sozialwissenschaften
Methode anwendungsorientiert; Dokumentation
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 4977-4985
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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