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Per analogiam carnis : Zeitgeschichte diesseits und jenseits der Haut

Per analogiam carnis : contemporary history this side and the other side of the skin
[Konferenzbeitrag]

Duden, Barbara

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-153539

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Vor bald zwanzig Jahren prägte die Verfasserin den Begriff der 'Geschichte des Körpers'. Die Forderung, das epochenspezifische Erlebnis des eigenen Körpers als etwas historisch Gewordenes zu verstehen, schien damals unerhört. Der Körper kam bestenfalls in der Kunst-, Symbol- oder Medizingeschichte vor, als der Körper des Modells, der Körper des Anderen, der Körper des Patienten. Darum ging es ihr von Anfang an nicht. Sie forderte das Studium der Wandlungen der 'somatischen' Selbstwahrnehmung als einen Grundpfeiler für Geschichte. Im Rückblick ist diese Forderung dringlicher nötig denn je. Seit damals hatte der Körper eine rasante Karriere in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Körperstudien füllen Regale und die Studierenden lernen ohne zu mucken, ihr Inneres als Schreibunterlage sozialer Programmatik zu besprechen. 'Körper' wurde zum 'Träger kultureller Codierungen' und als 'soziale Konstruktion' zur Selbstverständlichkeit. Konstrukte aus dem Labor, der Statistik, der Systemtheorie, den Betriebs- und Verwaltungswissenschaften wurden in wenigen Jahren zu 'Fleisch' in der Selbstwahrnehmung. Werden Konzepte der Wissenschaften zu Haut und Knochen im Selbst- und Lebensgefühl oder spiegeln die Gene, das Immunsystem, die neuronale Steuerung Grundkonzepte einer präzedenzlosen gesamtgesellschaftlichen Konstellation, der die Sozial- und Naturwissenschaftler nun physische Konsistenz geben? Dankt die Gesellschaft ihre Begrifflichkeit dem von Biologen entdeckten oder konstruierten Körper? Oder ist die Biologie eine Mattscheibe, durch die das, was im Alltagsbewusstsein gilt, dann auch durch die Physis - im Dunkel, wo Biologen, Genetiker, Neurologen ihre Mythopoiesis betreiben - Gültigkeit gewinnt? Diesen Fragen lässt sich nur nachgehen, wenn die Forscherin darin geübt ist, die Selbstverständlichkeiten der letzten Jahrzehnte aus historischer Distanz zu betrachten und sich mit somatischer Askese an der Aufforderung zur Entkörperung der Sinne zu befremden." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter contemporary history; body; concept; perception; social science; humanities; social construction; conception; everyday consciousness; metaphor
Klassifikation Philosophie, Theologie; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode Dokumentation; historisch
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 91-108
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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