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Die Zukunft des Dorfes : Produktionszonen und periphere Menschen

The future of the village : production zones and peripheral people
[conference paper]

Willisch, Andreas

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-153224

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Es geht die Vorstellung um, dass in naher Zukunft entsiedelte Dörfer im Osten Deutschlands aufgegeben und somit verfallen würden. Deindustrialisierung, Überalterung und Abwanderung der jungen Menschen führten dazu, dass schon bald kleinere Gemeinden von der Natur zurückgeholt werden. Doch sobald wird kein Dorf verschwinden. Die Löcher, die sich auftun, werden von Nachrückenden besetzt. Nicht das Verschwinden steht an, sondern die Verwandlung. Am Umstand, dass gelegentlich aus rückständigen Dörfern moderne, städtische Siedlungen wurden, klammert sich der Gedanke von der Modernitätsdifferenz zwischen Stadt und Land. Daher sei es nur folgerichtig, wenn das traditionelle Dorf auch physisch von der Landkarte verschwinde. Doch zu keiner Zeit hat der gesellschaftliche Modernisierungsprozess vor den Dörfern halt gemacht. Der Kapitalismus nistet auch in der kleinsten Gemeinde, Säkularisierung und Individualisierung schleifen auch die Dorfkirchen und die Bauernfamilien. Aus zwei unterschiedlichen Siedlungsprinzipien, wachsen die Irritationen, die besonders in den neuen Bundesländern 'Schrumpfung der Städte' oder 'Sterbende Dörfer' heißen. Dass Städte plötzlich in ihrem Inneren zu viel Raum haben, damit lernt die Gesellschaft genau so mühsam umzugehen, wie mit ihrer ländlichen Entsprechung, dass die Landwirtschaft und die Dörfer des Landes in keinem produktiven Verhältnis mehr zueinander stehen. Besonders in den ehemals ostelbischen Gebieten Nordostdeutschlands hat die Entkopplung der Basisökonomie von ihrer sozialen Umgebung drastische Folgen. Der Beitrag zeichnet verschiedene Entwicklungslinien nach: die der weiter industrialisierten Landwirtschaft, die der pionierhaften Besiedlung und die einer dörflich-defizitären Zivilgesellschaft. Die 'Rückkehr der Natur' - des 'Natürlichen' - erfolgt nur im Kleinen, in den Projekten der Arbeitsmarktpolitik oder denen der Raumpioniere, währenddessen der Entbettungsprozess der Agrarwirtschaft weiter voran schreitet hin zu einem substrathaften Verständnis des Natürlichen. Wildnis wohnt nur in den Ruinen der Dörfer. Wenn Wölfe oder Bären wie Hunde in verlassenen Häusern hausen könnten, gäbe es vielleicht Platz für sie. In einer technologisch aufgerüsteten Landschaft nicht." (Autorenreferat)
Classification Sociology of Settlements and Housing, Urban Sociology; Labor Market Policy; Area Development Planning, Regional Research
Method applied research; documentation
Free Keywords Bundesrepublik Deutschland; neue Bundesländer; Dorf; Dorfentwicklung; ländlicher Raum; Zukunft; Abwanderung; Deindustrialisierung; Überalterung; Modernisierung; Stadt-Land-Beziehung; Landwirtschaft; Entwicklung; ökonomische Entwicklung; Natur; Arbeitsmarktpolitik; Agrarindustrie; Plenarveranstaltungen; Plenum: Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Überwucherung - Ländliche Räume zwischen Peripherisierung und Ästhetisierung;
Collection Title Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Document language German
Publication Year 2008
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 577-591
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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