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Zum Verstehen von Dingen : die sprachliche Erforschung des Nichtsprachlichen in verschiedenen Disziplinen

Understanding things : linguistic research on non-language in different disciplines
[conference paper]

Passoth, Jan-Hendrik

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152247

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Seit mehr als einem Jahrzehnt lässt sich in einigen allgemeinen Gesellschafts- und Sozialtheorien und besonders in der Techniksoziologie ein zunehmendes Interesse an der Materialität der Dinge beobachten: neben dem menschlichen Körper sind dabei vor allem Artefakte vom Rand ins Zentrum der Erklärungsmodelle gerückt und werden dort - wie etwa in dem Konzept der verteilten Handlungsträgerschaft - nach ihren besonderen Beitrag zur Genese, Reproduktion und Transformation sozialer Zusammenhänge befragt. Maßgebliche Initiatoren und Träger dieser Bewegung sind vor allem eine spezifische Variante der Kulturtheorien: die so genannten Praxistheorien sowie die an die Philosophie des Pragmatismus anschließenden Sozialtheorien. Die von diesen Theorien betriebene Verschiebung des Erkenntnisinteresses und die Rekonfiguration elementarer Kategorien (z.B. Materialität, Wissen, Akteure, Artefakte) stellt die qualitative Sozialforschung vor neue Herausforderungen. Bislang hatte man sich hier vor allem auf den methodischen Zugang zu Sprache und Texten konzentriert und erst in der jüngsten Vergangenheit wurden einige sozialwissenschaftliche Analysen von Filmen und Bildern unternommen. Der methodische Zugriff der Sozialwissenschaften auf die Materialiät von Artefakten erscheint im Vergleich zu Diskursen und Medien noch schwieriger: entsprechende Instrumente und Verfahren sind unterrepräsentiert und kaum vorhanden. Der Beitrag unternimmt einen Blick über den Tellerrand der Soziologie hinaus auf die methodischen Zugänge zu nichtsprachlichen Quellen einiger benachbarter Disziplinen: Ethnologie und europäische Volkskunde, Cultural Studies und Anthropologie, Geschichtswissenschaften und Archäologie, Medienwissenschaften und Semiotik: sie alle haben auch mit Forschungsmaterial zu tun, dass nicht sprachlich vorliegt, sondern Dinge - Versammlungen von Material. Kann sich qualitative Forschung in der Soziologie von deren Methoden anregen lassen? Nach einer knappen Skizzierung des methodischen Repertoires der genannten Disziplinen soll abschließend die Frage nach ihrer Relevanz für die empirische Sozialforschung der Soziologie diskutiert werden." (Autorenreferat)
Classification Research Design; Cultural Sociology, Sociology of Art, Sociology of Literature; Sociology of Science, Sociology of Technology, Research on Science and Technology; Philosophy, Ethics, Religion
Method documentation; basic research; theory application
Free Keywords Techniksoziologie; Kultursoziologie; Artefakt; Akteur; Wissen; Erkenntnisinteresse; Philosophie; Verstehen; soziologische Theorie; qualitative Methode; Sozialforschung; Analyse; Film; Bild; Instrumentarium; Ethnologie; Volkskunde; Cultural Studies Approach; Anthropologie; Semiotik; Wissenschaftsdisziplin; Sektionssitzungen; Sektion Methoden der Qualitativen Sozialforschung: Naturen und Artefakte: Methodische Zugänge der empirischen Forschung;
Collection Title Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Document language German
Publication Year 2008
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 1990-1999
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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