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"Nachhaltige Bevölkerungsentwicklung" : politische Steuerung der Generativität in postnaturalen Zeiten

"Sustainable population development" : political control of generativity in post-natural times
[conference paper]

Kahlert, Heike

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152013

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Spätmoderne Wohlfahrtsgesellschaften sind 'postnaturale Gesellschaften' (Giddens 2001), in denen die 'Natur' menschlich kontrolliert wird und nur noch in Form von 'gestalteter Umwelt' bzw. 'vergesellschafteter Natur' existiert. Mit dem Ende der Natur geht auch das Ende der 'natürlichen' Geschlechterdifferenz einher und mit ihr die Ablösung der Sexualität von ihrer Fortpflanzungsfunktion. Damit sind Geschlechtlichkeit und Generativität zu durch und durch vergesellschafteten Fragen geworden. Eine momentan heiß diskutierte Folge dieser Entwicklung ist, dass in allen westlichen Wohlfahrtsgesellschaften die Geburtenraten sinken und die Bevölkerung zu schrumpfen beginnt. Inzwischen ist Allgemeinwissen, dass Deutschland weltweit zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten gehört. Die damit verbundene Sorge drückt sich im staatlichen Handeln u.a. im Abbau der Frauen- und Gleichstellungspolitik und im Erstarken der Familienpolitik aus: Die gezielte Geburtenförderung soll der aktiven und nachhaltigen Bevölkerungsentwicklung dienen. Familienpolitik scheint damit wesentlich zur Bevölkerungspolitik zu werden, auch wenn das derzeit in Deutschland (noch) niemand so offen behaupten mag. Besondere soziologische Aufmerksamkeit verdient, dass es dabei nicht nur um die Steigerung der Quantität des Nachwuchses geht, sondern auch um seine Qualität, denn der Nachwuchs von gebildeten Eltern ist von besonderem Interesse für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Frauen hingegen interessieren politisch derzeit wieder vor allem als (potenzielle) Mütter, während das auf Vielfalt von (weiblichen) Lebensentwürfen zielende (Frauen-)Leitbild der Frauen- und Gleichstellungspolitik nicht zur schrumpfenden Wohlfahrtsgesellschaft zu passen scheint. In dem Beitrag möchte die Verfasserin also vor dem Hintergrund der 'demographischen Wende' und dem 'PISA-Schock' einen (geschlechter)kritischen und institutionentheoretisch inspirierten Blick auf die aktuelle familienpolitische Diskussion zur Steuerung der Generativität in Deutschland richten. Dabei soll das Erstarken bevölkerungspolitischer Argumente herausgearbeitet werden." (Autorenreferat)
Keywords Federal Republic of Germany; family policy; population policy; population development; demographic situation; sustainability; declining birth rate; example; motherhood; discussion; reproductive behavior; birth; promotion; political governance
Classification Population Studies, Sociology of Population; Family Policy, Youth Policy, Policy on the Elderly; Women's Studies, Feminist Studies, Gender Studies
Method applied research; documentation
Free Keywords Bundesrepublik Deutschland; Familienpolitik; Bevölkerungspolitik; Bevölkerungsentwicklung; demographische Lage; Nachhaltigkeit; Geburtenrückgang; Leitbild; Mutterschaft; Diskussion; generatives Verhalten; Geburt; Förderung; politische Steuerung; Sektionssitzungen; Sektion Politische Soziologie: Die Natur der Politik und politischer Institutionen;
Collection Title Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Document language German
Publication Year 2008
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 2288-2301
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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