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Beschäftigung und Vorruhestand älterer Erwerbspersonen in Europa: Neue Formen sozialer Ungleichheit

Employment and early retirement of older gainfully employed persons in Europe: new forms of social inequality
[Konferenzbeitrag]

Bosch, Gerhard; Schief, Sebastian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-145210

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "In den letzten Jahrzehnten ist der Übergang zwischen Erwerbsleben und Alter durch zumeist arbeitsmarktpolitisch begründete und subventionierte Übergangsmaßnahmen zwischen Erwerbsleben und Alter oder Frühpensionierungen flexibilisiert worden. Abrupte Übergänge sollten dabei vielfach durch gleitende Übergänge im Alter ersetzt werden. Anhand der Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe zeigen wir für die Länder der Europäischen Union (15) sowie Norwegen und die Schweiz, dass sich die Nutzung des Erwerbspersonenpotentials Älterer, also ihre Beschäftigungsintensität in den europäischen Ländern deutlich unterscheidet. Die Analysen zeigen überdies, dass in allen europäischen Ländern - wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten - das Erwerbsleben abrupt endet und weder von den Betrieben noch von den Beschäftigten gleitende Übergänge ins Alter akzeptiert wurden. Gleitende Übergänge sind nur für eine kleine Gruppe von über 65jährigen festzustellen, die über die gesetzliche Altersgrenze hinweg begrenzt erwerbstätig bleiben. Diese Gruppe setzt sich vor allem aus Hochqualifizierten und Selbstständigen zusammen. Zudem lässt sich nachweisen, dass innerhalb der Länder große Unterschiede in der Beschäftigungsintensität Älterer nach Qualifikation, Geschlecht und Nationalität zu erkennen sind. Die Länder mit einer ausgeprägten Vorruhestandspolitik haben vor allem die geringer Qualifizierten und hier insbesondere Ausländer frühzeitig ausgegliedert. Die extrem hohen Unterschiede in den im Arbeitsvolumen pro Kopf bei älteren Frauen sind dagegen weniger auf Vorruhestandspolitik als auf unterschiedliche Haushaltsstrukturen und Familienmodelle zurückzuführen. Eine niedrige Beschäftigungsintensität älterer Frauen ist z. B. eher in Ländern mit traditionellen als in Ländern mit modernisierten Haushaltsstrukturen zu finden. Aus den Ergebnissen wird geschlossen, dass die gegenwärtige europaweite Politik der Heraufsetzung des Renteneintrittalters von einer Politik lebenslangen Lernens vor allem für gering Qualifizierte begleitet sein muss. Die hohen Beschäftigungsquoten Älterer in Skandinavien sind eng mit einer aktiven Qualifizierungspolitik verbunden. Die Erhöhung der Beschäftigungsquote von älteren Frauen setzt hingegen eine frühzeitige Förderung kontinuierlicher Erwerbsbiografien voraus, ist also weniger ein Problem einer besonderen Politik für ältere Beschäftige als der Gleichstellung." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Europe; EU; early retirement; gainful employment; old age; aging; elderly; flexible retirement age; elderly worker; labor market; unemployment; alien; employment policy; early retiree; woman; partial retirement; social security; social policy
Klassifikation Europapolitik; soziale Sicherung; Arbeitswelt; Gerontologie, Alterssoziologie
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 455-472
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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