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Können wir uns die demografische Alterung leisten? : Altersrationierung und Generationengerechtigkeit am Beispiel des Krankenhauspatienten

Can we afford demographic aging? : age rationing and generation justice, using hospital patients as an example
[Konferenzbeitrag]

Brockmann, Hilke

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-144822

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Das Rationierungsthema im Gesundheitswesen ist ebenso alt wie die Erkenntnis, dass fortgeschrittene Gesellschaften wie Deutschland mit starkem Tempo altern. An Aktualität und politischer Brisanz gewinnen die Themen, wenn Sie miteinander verquickt werden. Als im vergangenen Sommer zwei prominente Wissenschaftler im deutschen Fernsehen eine Rationierung von kostenintensiven Therapien für 75jährige und Ältere für die Zukunft forderten, ging ein jäher Aufschrei durch alle gesellschaftlichen Gruppen. Dennoch bleibt die Frage: Können wir uns die demografische Alterung ohne Rationierung leisten? Der Vortrag sucht nach einer empirisch gesicherten Antwort zunächst auf der Ausgabenseite, weil diese im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht und gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil folgen wir den Befürwortern einer Altersrationierung, die ihr Argument auf die Prognose zukünftiger Gesundheitsausgaben stützen. Die demografische Alterung und der technische Fortschritt, das ist allgemeiner Konsens, werden die zukünftigen Kosten im Gesundheitssystem bestimmen. Aber anstatt deterministische Zukunftsszenarien durchzuspielen, wie es in der ökonomischen und demografischen Literatur üblich ist, werden wir zuerst tatsächliche Trends genau analysieren. Individuelle Längsschnittdaten eröffnen Einsichten in die Ausgabenstruktur hochtechnisierter Krankenhäuser. Zusammen mit demografischen Zeitreihen werden diese Kosten in einem zweiten Schritt und anhand eines probabilistischen Vorhersagemodells in die Zukunft fortgeschrieben. Dabei zeigt sich ein Anstieg der Ausgaben bis zum Jahr 2040, aber dieser Anstieg fällt durchaus moderater aus als viele ökonomische Prognosen andeuten. Aufschlussreich ist zudem, dass dieser allgemeine Trend sich aus verschiedenen, demografischen, krankheits- wie altersbedingten Trends zusammensetzt. Sie definieren den Maßstab, an dem die Vor- und Nachteile einer Altersrationierung, aber auch alternativer kostendämpfender Reformvorhaben im Gesundheitssystem gemessen werden müssen. Eine generationengerechte Verteilung der Kosten macht es erforderlich, dass der deutsche Wohlfahrtsstaat seine generell altersdiskriminierenden Regelungen sowohl auf der Ausgaben als auch auf der Einnahmenseite aufgibt. Nur so können wir uns die demografische Alterung leisten." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter demographic aging; rationing; health care; Intergenerational relations; justice; hospital; patient; inpatient treatment; medical care; costs; technological progress; medical technology; cost containment; reform model; Federal Republic of Germany
Klassifikation Medizinsoziologie; Gesundheitspolitik
Methode anwendungsorientiert; empirisch; empirisch-quantitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1003-1021
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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