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Scheitern und Werden : Fallrekonstruktion als Untersuchungsmethode in der Biographieforschung gezeigt am Beispiel von Differenzlinien in der biographischen Bewährung
Failure and development : case reconstruction as a study method in biographical research, using lines of difference in biographical testing as an example
[conference paper]
Fischer, Ute Luise
(207 KByte)
Citation Suggestion
Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-144423
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| Abstract | "Bei der Ausbildung eines berufsbezogenen Habitus verliert die Geschlechtszugehörigkeit als Differenzdimension, die Ungleichheitsverhältnisse fundiert, an Bedeutung. Seit der Generation der um 1960 Geborenen kann man von einer Verallgemeinerung der leistungsethischen Bewährung auch auf Frauen ausgehen und damit von einer geschlechter in differenten Norm der Bewährung im Beruf. Die lebenspraktischen Konsequenzen, die die Entfaltung eines leistungsethischen Berufshabitus für die Realisierung von Lebensentwürfen hat, sind allerdings von deutlichen Geschlechterdifferenzen markiert. Kinderlosigkeit als der biographische 'Preis' einer weiblichen Karriere ist bekannt. Es gibt jedoch eine zweite empirisch prägnante Konsequenz: das Scheitern beim Versuch hochqualifizierter Frauen, ihre ausgeprägte berufliche Motivation beim Eintritt in die Mutterschaft in ihrem Lebenskonzept zu integrieren. Der Beitrag stellt Ergebnisse aus Fallrekonstruktionen vor, die zwei Relevanzstrukturen– die berufliche und die familiale Bewährung - zum Gegenstand haben, und arbeitetdas gestiegene Scheiternsrisiko in der weiblichen Biographie heraus. Die Frage, inwiefern von einem Scheitern gesprochen werden kann, hängt mit fallspezifischen‚ biographischen Konfigurationen zusammen. Diese werden verstanden als jefür die Lebenspraxis entscheidungsrelevante Deutungsmuster und handlungsleitende Habitusformen. Über die Geschlechterdifferenz hinaus gehende Differenzlinien zeigen sich in Fallrekonstruktionen auf der Ebene von Einflüssen auf die Herausbildung des fallspezifischen krisenlösenden Habitus. So steht seine Ausformung wesentlich im Zusammenhang mit der Generationenlagerung, dem Herkunftsmilieu und der Region, also der historischen, kulturellen und sozialen Umgebung." (Autorenreferat) |
| Classification | General Sociology, Basic Research, General Concepts and History of Sociology, Sociological Theories; Women's Studies, Feminist Studies, Gender Studies |
| Method | empirical; qualitative empirical |
| Free Keywords | Biographie; biographische Methode; Beruf; Erfolg; Frau; Leistungsorientierung; Karriere; Kinderlosigkeit; Lebensplanung; hoch Qualifizierter; Mutterschaft; Familie; Familie-Beruf; Habitus; Erfolg-Misserfolg; geschlechtsspezifische Faktoren; soziokulturelle Faktoren; Sektionssitzungen; Sektion Biographieforschung; Achsen der Differenz und biographische Konfigurationen; |
| Collection Title | Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2 |
| Editor | Rehberg, Karl-Siegbert |
| Conference | 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004 |
| Document language | German |
| Publication Year | 2006 |
| Publisher | Campus Verl. |
| City | Frankfurt am Main |
| Page/Pages | p. 1591-1600 |
| ISBN | 3-593-37887-6 |
| Status | Published Version; reviewed |
| Licence | Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications |
| Document Type | conference paper; collection article |