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Der neue Diskurs der Gescheiterten : eine Kritik hegemonialer Männlichkeit?

The new discourse of the failed : criticism of hegemonial masculinity?
[Konferenzbeitrag]

Scholz, Sylka

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-144329

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Das eigene Scheitern nicht nur im Privaten etwa im persönlichen Tagebuch, im engsten Freundeskreis oder beim zum Schweigen verpflichteten Therapeuten anzusprechen, sondern im öffentlichen Raum zu thematisieren, ist sozial weitgehend tabuisiert bzw. legitimationsbedürftig. Aber ab Ende der 90er Jahre bilden sich Gruppen, finden soziale Aktionen statt, die Scheitern in einer neuen Weise ansprechen. Dabei wird die symbolische Ordnung auf den Kopf gestellt, wenn sich etwa die Gruppe um Guillaume Paoili selbst als 'glückliche Arbeitslose' bezeichnet und damit das negative Stigma von Arbeitslosigkeit positiv wendet. Aus der Fülle der sich öffentlich alsgescheitert Bezeichnenden werden zwei Berliner Gruppen genauer in den Blick genommen: der 'Club der Polnischen Versager. Polenmarkt e.V.' und die 'Show des Scheiterns'. Vor dem Hintergrund der Tabuisierung von individuellem Scheitern analysiere der Bearbeiter diesen neuen Diskurs und fragt: Wie kann das bisher kaum Aussprechbare, gesagt werden? Wovon ist die Rede, wenn von Scheitern gesprochen wird, was bleibt weiterhin ungesagt? Wer sind die sozialen Akteure/innen dieses Diskurses? Welche Voraussetzungen hat die Beteiligung an diesen öffentlichen Reden? Über welche Ressourcen oder mit Pierre Bourdieu gesprochen, welche Kapitalien verfügen die Akteure/innen? Er interpretiert diesen Diskurs als Reaktion auf die neoliberalen Transformationsprozesse, die freilich in den jeweiligen Kontexten sehr unterschiedliche Wirkungenentfalten. In dem Diskurs geht es nicht nur um die Neudeutung von Scheitern und Erfolgeinem Begriffspaar, das konstitutiv für moderne Biographie- und Identitätskonzepteist, sondern auch um die soziale und kulturelle Anerkennung von Biographienund Identitäten, die nicht mehr auf lebenslange Erwerbsarbeit und beruflichen Erfolg fokussiert sind. Insofern wird in diesem Diskurs, der fast ausschließlich von männlichen Akteuren geführt wird, implizit auch das hegemoniale erwerbszentrierte Männlichkeitsmodell kritisiert. Welche Alternativen entwerfen die beiden Gruppen? Welche Bedeutung hat ethnische Zugehörigkeit in diesem Kontext? Wird die hierarchische Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit in Frage gestellt?" (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter social actor; Berlin; masculinity; success-failure; discourse; biography; identity; man; alternative; Federal Republic of Germany
Klassifikation Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode deskriptive Studie; Dokumentation
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1718-1727
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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