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Der Einfluss von Eltern und Freunden auf die Ausländerfeindlichkeit von Gymnasiasten in einem neuen Bundesland

The influence of parents and friends on xenophobia among secondary school pupils in a new Bundesland
[Konferenzbeitrag]

Schmid, Christine; Oswald, Hans

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-144269

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract Dass Rechtsradikalismus und damit verbundene Ausländerfeindlichkeit eine Wurzelin Familientraditionen hat, wurde immer wieder nachgewiesen. Zusätzlich findet sichin der Literatur häufig die Feststellung, dass es sich dabei um ein Peer-Group-Phänomen handle. Für diesen zweiten sozialisatorischen Zusammenhang finden sich in der empirischen Forschung aber kaum Belege. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, auf der Grundlage eines Längsschnittdatensatzes mit vier Erhebungswellen (N=2622 Jugendliche, N=839 Elternpaare, N=2351 Angaben von Freunden in der ersten Welle) die Frage des Einflusses von Eltern und Gleichaltrigen auf die Ausländerfeindlichkeit von Jugendlichen zu überprüfen. Eines der Probleme, die dabei auftauchen, besteht in der Frage, inwieweit Übereinstimmungen zwischen Eltern und Kindern und zwischen gleichaltrigen Freunden als Einflüsse gedeutet werden können. Im Falle der Eltern stellt sich zusätzlich die Frage, ob die Einflussrichtung nur von den Eltern zu den Kindern verläuft oder ob sich auch umgekehrte Einflüsse zeigen. Im Falle der Gleichaltrigen stellt sich die Frage, ob die Übereinstimmung durch Sozialisation, also durch Beeinflussungsprozesse in Freundschaftsbeziehungen, oder durch Selektion gleich gesinnter Freunde zu Stande kommt. Die Bearbeiter versuchen diese Fragen zu beantworten indem die Bearbeiter 1. querschnittlich prüfen, ob die Übereinstimmung durch Faktoren moderiert werden, die für Beeinflussungsprozesse sprechen (z.B. Kommunikation über Politik oder Enge der Beziehung), und indem wir 2. längsschnittlich Kreuzpfadmodelle berechnen, in denen Pfade von den Eltern auf die Kinder und von den Kindern auf die Eltern zugelassen werden. Im Falle der Freunde versuchen wir 3. ein Verfahren zu replizieren, das Denise Kandel für den Drogenkonsum zur Unterscheidung von Sozialisation und Selektion erprobt hat. Dabei wird die Übereinstimmung von im Längsschnitt stabilen Freundschaften mit der Übereinstimmungin abgebrochenen und in neu eingegangenen Freundschaften verglichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zwischen Eltern und Kindern Beeinflussungen in beide Richtungen stattfinden. Auch in Bezug auf Freundschaftsbeziehungen ergeben sich Hinweise auf Beeinflussungsprozesse, allerdings nur in den querschnittlichen Analysen. Die längsschnittlichen Analysen legen den Schluss nahe, dass in Freundschaftsbeziehungen Selektionsprozesse überwiegen.
Thesaurusschlagwörter xenophobia; secondary school (Gymnasium); pupil; right-wing radicalism; New Federal States; influence; political influence; family; peer group; friendship; parent-child relationship; Federal Republic of Germany
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1789-1799
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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