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Eine für immer? : eine kollektive Netzwerk-Identität in der Gruppe der Hochmobilen

One for ever? : a collective network identity in the group of highly mobile people
[Konferenzbeitrag]

Nowicka, Magdalena

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-143984

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Vortrag wird auf der Grundlage von qualitativen Interviews die Frage nachgehen, wie kollektive Identität und ihre Beziehung zur Staatsbürgerschaft unter den Bedingungen der Entkoppelung von Nationalstaaten und erhöhter Mobilität gestaltet wird. Im Laufe der Untersuchung wurde deutlich, dass die Organisation, in der die interviewten Individuen arbeiten, einige der Funktionen des Nationalstaat übernimmt, z.B. löst sie von nationalstaatlichen Steuer-, Recht- Renten und Gesundheitssystemen. Außerdem beeinflusst die Arbeit in der Organisation die Lebensführung, z.B. wird oft temporäre Migration und erhöhte Mobilität erforderlich. Lebensstile und die Familie selbst werden internationalisiert. In diesem Kontext wird die nationalstaatliche und ethnische kollektive Identität in Frage gestellt und andere Fragen werden relevant: Gibt es in dieser Gruppe eine kollektive Identität? Was zeichnet kollektive Identitäten aus, die sich nicht länger auf einen Nationalstaat beziehen? Es zeigt sich, dass die Organisation zwar eine Bindung für die Mitarbeiter schafft, die funktional an die Stelle des Nationalstaats tritt, aber man kann diese Identität nicht mit der nationalstaatlichen Einbindung vergleichen. Sie zeigt, z.B. keine dauerhafte Kontinuität in der Zeit. Die (National)Staatsbürgerschaft wird oft zu einer leeren, rein rechtlichen Kategorie. Zugleich tauchen nationalstaatliche Bezüge immer wieder auf. Es gibt verschiedene Kontexte, in denen die (private-) kollektive Identität explizit und diskursiv oder selbstverständlich und unartikuliert wird. Man kann die These wagen, dass sich kollektive Identitäten außerhalb eines nationalstaatlichen Kontexts individualisieren und mobilisieren. Die kollektive Identität wird aus dem nationalstaatlichen Rahmen enthoben und entterritorialisiert, ohne dass dies die untersuchten Individuen belasten würde. Eher entsteht eine Bedrohung für die Nationalstaaten, die die Konzepte der Staatsbürgerschaft und ihre Immigrationsgesetze überdenken müssen. Es wäre verfehlt, eine am Nationalstaat orientierte kollektive Identität auf transnationaler Ebene zu vermuten. Es sind aber Identitäten zu beobachten, die der nationalstaatlichen ähneln und zugleich den nationalstaatlichen Bürgerschafts- und Identitätsbegriff in Frage stellen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter citizenship; mobility; life style; family; internalization; collective identity; identity; network; individualization; nation state; act; citizen; transnational relations
Klassifikation Migration
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2105-2114
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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