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Der Dritte/ Tertiarität : zu einer Theorieinnovation in den Kultur- und Sozialwissenschaften

The third sector /tertiarity : a theory innovation in cultural and social sciences
[conference paper]

Fischer, Joachim

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-142590

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Helmuth Plessners Begriff der 'exzentrischen Positionalität' ist wie kaum ein anderer geeignet, die Relevanz des gebauten und umbauten Raumes für die menschliche Sozialkonstitution in den Blick zu nehmen. Menschen sind körpergebundene Lebewesen, 'positional', grenzrealisierend wie Pflanzen und Tiere, aber - 'exzentrisch' situiert - sind sie miteinander gezwungen, ihre 'Grenzen' künstlich zu setzen und das darin errungene Gleichgewicht zu stabilisieren, zu symbolisieren. So wie sie sich als lebendige Körper in der 'Kleidung' voreinander disziplinieren und zugleich zur Erscheinung bringen, so im Kontroll- und Ausdruckscharakter ihrer 'schweren', 'trägen' Gebäude. Als exzentrisch positionierte Lebewesen können sie nahezu ubiquitär siedeln und müssen sich doch zugleich an einer je spezifischen Stelle niederlassen, verorten, bauen, bleiben (wie vorübergehend auch immer). Sie wohnen und gebrauchen diesen je markierten Raum, und zugleich kommunizieren sie im und durch den bebauten, damit beharrlichen Raum: schließen sich ab und andere ein (durch Fortifikation etc.) und räumen sich einander (auf öffentlichen Plätzen etc.) Raum zur Darstellung und Repräsentation ein, verhüllen und verschonen sich hinter Fassaden. Die leibphänomenologischen (Hermann Schmitz) bzw. leibästhesiologischen (Plessner) Befunde der philosophischen Anthropologie lassen beobachtbar werden, wie Menschen aus ihren positionalen Raumerfahrungen dieses 'schwere' Kommunikationsmedium der Architektur codieren (Innen/ Außen, Engung/ Weitung etc.). So gesehen erläutert Philosophische Anthropologie nicht nur die Voraussetzungen der Soziologie des Raumes (Simmel) und der Soziologie der Stadt (Bahrdt). Sie rückt Architektursoziologie gleichsam ins Zentrum der soziologischen Theoriebildung. Systematisch beobachtbar wird die Ko-Evolution von 'leichten', geflügelten Kommunikationsmedien und 'schweren', massiven Kommunikationsmedien. Schrift als Paradigma aller geflügelten Medien löst sich ab von lokaler Kommunikation unter Anwesenden, aber sie kann Bauten als dauerhaft präsente Kommunikationsmedien vor Ort nicht auflösen." (Autorenreferat)
Classification General Problems, History of the Social Sciences; General Sociology, Basic Research, General Concepts and History of Sociology, Sociological Theories; Ethnology, Cultural Anthropology, Ethnosociology; Philosophy, Ethics, Religion
Method descriptive study; basic research
Free Keywords Sozialwissenschaft; Kulturwissenschaft; Anthropologie; Philosophie; Phänomenologie; Gesellschaftstheorie; Ontologie; Erkenntnistheorie; Kommunikation; Kommunikationsmedien; Sprache; Mensch; Institutionalisierung; Institutionstheorie; Institution; Interaktion; gesellschaftliches Bewusstsein; Ad-hoc-Gruppen; Ad-hoc-Gruppe »Der Dritte«. Plädoyer für eine Theorieinnovation in der Sozialtheorie;
Collection Title Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Document language German
Publication Year 2006
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 3715-3735
ISBN 3-593-37887-6
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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