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Die Deutung des Misslingens : subjektive Sinnbeimessungen bei Unwägbarkeiten im Berufswahlprozess

Interpretation of failure : subjective meaning attributions in imponderables in the occupational choice process
[Konferenzbeitrag]

Dimbath, Oliver

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-142114

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Junge Menschen sind am (vorläufigen) Ende ihrer Schullaufbahn einem erheblichen institutionellen Druck hinsichtlich der von ihnen erwarteten nächsten lebenslaufplanerischen Schritte ausgesetzt. Die Untersuchung, über die berichtet werden soll, fokussiert das Phänomen der Berufswahl als eine dem Individuum zurechenbare Entscheidung. Auf Grundlage eines qualitativen Mini-Panels (sieben prozessbegleitende, also zeitlich gestaffelte Teil-Interviews an 27 Fällen) wurden vier Verlaufstypen der Übergangsentscheidung an der 'ersten Schwelle' entwickelt: der pointierte, der flexible, der retardierte und der homologe Verlauf. Ein bedeutender Bezugspunkt der Analyse ist hierbei der Wechsel zwischen Handlungsentwürfen (A. Schütz). Betrachtet man die Übergangsentscheidung als Prozess, der von Individuen eigenverantwortlich - freilich unter Rückgriff auf signifikante Andere und vor dem Hintergrund der sozialen Herkunft - bewältigt werden muss, erscheinen die 'Störungen', welche sich den heranwachsenden Entscheidern in einer sich beschleunigenden Welt im Verlauf ihres 'einsamen' Entwerfens in den Weg stellen als ursprünglich unerwarteter Anlass von Planungsrevisionen. Darauf aufbauend soll vor dem Hintergrund der individualisierungstheoretischen Selbstzurechnungsannahme geprüft werden, welche Bedeutung den Hindernissen seitens der Individuen beigemessen wird und welchen Effekt dies auf die Selbstzurechnung der Übergangsentscheidung hat. Schließlich lässt sich mit Blick auf typische Verläufe danach fragen, in welchem Maße die subjektiv wahrgenommenen Unwägbarkeiten auf die Entfaltung eines konkreten Entscheidungsverlaufs verweisen. Dieser dem interpretativen Paradigma der qualitativen Sozialforschung verpflichtete Zugang verspricht einen Einblick in die Problematik einer mutmaßlichen Resistenz von jugendlichen Berufswahlakteuren gegenüber den sich durch das individualisierungstheoretische Postulat neuer Chancen und Risiken ergebenden Unwägbarkeiten. Mit anderen Worten geht es um die Erörterung der Frage, ob und in welchem Maße sie sich so entscheiden, wie dies durch die Berufswahltheorien der Moderne beschrieben wird oder ob Prozesse der Freisetzung und Reintegration (U. Beck) zumindest Anlass zur Überprüfung der vor dem Hintergrund industriemoderner Berufswahlforschung ermittelten Entscheidungsfaktoren geben." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; occupational integration; job entrant; career start; occupational choice; young adult; adolescent; individualization; social background; self-responsibility; decision making leeway; decision making process; decision making
Klassifikation Berufsforschung, Berufssoziologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ; Theorieanwendung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 4339-4350
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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