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Transformatorische Sozialisationsprozesse

Transformatory socialization processes
[Konferenzbeitrag]

Hoerning, Erika M.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-141550

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die jetzt vorliegenden Befunde über die Systemtransformation der DDR in das Institutionengefüge Deutschlands zeigen, daß die Berufskarrieren weitgehend in 'neue' Bahnen gelenkt worden sind. Diese neuen Bahnen reichen von der Weiterbeschäftigung im alten Beruf, Berufswechsel mit und ohne Statusverlust bis hin zur Arbeitslosigkeit, Frühverrentung oder fristgemäßem Austritt aus dem Erwerbsleben. Die Sozialtransformation in das gesellschaftliche Gefüge jedoch, so wird hervorgehoben, sei unabgeschlossen. Im Ergebnis produziert die Systemtransformation auf der individuellen Ebene 'zufriedene' und 'unzufriedene' Menschen, mit anderen Worten: die Gewinner und die Verlierer. Es zeigt sich, daß auf der individuellen Ebene das Ehemalige nicht 'einfach' abgelöst bzw. ausgelöscht werden kann, sondern es muß dem Vorhandenen ein neuer Platz zugeordnet werden. So gesehen, strukturiert biographische Vergangenheit - bestehend aus biographischen Ressourcen, aber auch aus Verpflichtungen (Commitments) - die Gegenwart und die Zukunft vor. Es zeigt sich, daß das historisch politische Ereignis des Umbruchs als Ansporn, aber auch als Zwang zu Veränderungen auf die Lebensgeschichte einwirkt. Die Orientierung für das persönliche Verhalten in Umbruchsituationen liefert jedoch nicht das Ereignis, sondern die eigene Lebensgeschichte. Wenn durch radikale Systemtransformationen subjektive 'Wirklichkeiten' verschoben werden und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart für die Beteiligten nicht hergestellt werden kann, nehmen Resozialisations- oder sekundäre Sozialisationsprozesse den Charakter von primären Sozialisationsprozessen an, die mit Konversionsprozessen vergleichbar sind. Empirischer Ausgangspunkt für diese Diskussion ist eine von 1991 bis 1994 durchgeführte Langzeitstudie. In jährlichen unstrukturierten Gesprächen wurde mit Frauen und Männern aus der Schicht der Intelligenz der Jahrgänge 1930 bis 1938 und 1950 bis 1960 retrospektiv und prospektiv über ihr Leben diskutiert." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter socialization; occupational socialization; German Democratic Republic (GDR); New Federal States; occupation; job history; psychological factors; system change; transformation; consequences; Federal Republic of Germany
Klassifikation Berufsforschung, Berufssoziologie
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie - Gesellschaften im Umbruch: Sektionen und Arbeitsgruppen
Herausgeber Sahner, Heinz; Schwendtner, Stefan
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 393-395
ISBN 3-531-12836-1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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