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Paradigmenrevision : Folgen des osteuropäischen Wandels für die allgemeine soziologische Theorie

Paradigm revision : consequences of the change in Eastern Europe for general sociological theory
[Konferenzbeitrag]

Müller, Klaus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-140720

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die allgemeine soziologische Theorie der Parsons-Tradition ging von einer Kohärenz der gesellschaftlichen Ordnungen von Wirtschaft, Recht und Politik aus. Die zugrundegelegten Modelle einer funktionalen Differenzierung und sozialen Integration waren am Idealtyp westlicher, nationalstaatlich verfaßter Gesellschaften orientiert. Aufgrund ihres universalistischen Zuschnitts beanspruchten diese Modelle, für alle Gesellschaftsformen zuständig zu sein und wenn nicht die Gegenwart, so doch die Zukunft des konkurrierenden 'östlichen Modernisierungsmusters' wie auch die Modernisierungschancen nicht-westlicher Gesellschaften zu repräsentieren. Die Desintegration des sozialistischen Staatensystems hat jedoch nicht zur erwarteten Annäherung der postkommunistischen Gesellschaften an das 'OECD-Profil' geführt. Die Transformation der osteuropäischen Gesellschaften ist weniger durch ein wechselseitiges Steigerungsverhältnis zwischen politischer Demokratisierung, der Privatisierung von Eigentum und der Konkurrenz von Erwerbsklassen charakterisiert, als vielmehr durch destruktive Machtkämpfe, Entwicklungsblockaden, Segmentierungen und Regressionsphänomene. Die Universalisierung eines demokratischen Kapitalismus fällt schwerer als in der Euphorie von 1989 erhofft. Die postkommunistischen Krisen ziehen freilich nicht allein die konvergenztheoretischen Annahmen einer evolutionären Theorie der Moderne in Zweifel. Sie werden von einer Dynamik überlagert, welche die Kohärenz auch der westlichen Gesellschaften selbst zur Disposition stellt. Eine ökonomisch und technologisch vorangetriebene Globalisierung stellt die Souveränität des klassischen Akteurs von Modernisierungsprozessen infrage: die Steuerungsfähigkeit national organisierter Staaten. Der westliche Idealtyp moderner Gesellschaften ist seinerseits durch Fragmentierungen und Integrationsverluste gekennzeichnet. Die historischen Rahmenbedingungen und die Dimensionen des 'Ordnungsproblems' haben sich verschoben. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Grundannahmen der allgemeinen soziologischen Theorie." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter social change; transformation; Eastern Europe; sociological theory; theory of society; post-communist society; social conflict; modernization theory
Klassifikation Soziologie von Gesamtgesellschaften
Methode Grundlagenforschung; Theoriebildung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Gesellschaften im Umbruch: Verhandlungen des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Halle an der Saale 1995
Herausgeber Clausen, Lars
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 164-178
ISBN 3-593-35437-3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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