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Jenseits des Ost-West-Konflikts: die Ethnisierung der Internationalen Beziehungen : ein neues Paradigma zur Analyse von Konfliktformationen

Beyond the east-west conflict: ethnicization of international relations : a new paradigm in the analysis of conflict formations
[Konferenzbeitrag]

Menzel, Ulrich

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-140650

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "In der Zeit des Kalten Krieges stellte der vor allem militärisch-politisch ausgetragene 'Ost-West-Konflikt' den strukturbildenden Grundkonflikt der internationalen Beziehungen dar. Nach dem Ende des Kalten Krieges zeichnet sich ein neues Strukturmuster ab: die 'liberale Logik' und eine hier als 'ethnisch' bezeichnete partikularistische Logik treffen konfliktträchtig aufeinander, wobei möglicherweise die internationalen Wirtschaftsbeziehungen zum Hauptschauplatz dieses neuen zentralen Konflikts werden. So lassen sich beispielsweise der 'Handelskrieg' zwischen den westlichen Industrieländern und den ostasiatischen Industrie- und Schwellenländern, die Regelung der (Arbeits-) Migration in der Europäischen Union und das konfliktträchtige Aufeinandertreffen von freiem Unternehmertum und ethnisch orientierter Unternehmenskultur als Aufeinandertreffen unvereinbarer Prinzipien interpretieren. Die Tendenz einer Ethnisierung von Konflikten ist hierzulande bislang entweder als exotisches Problem anderer Völker betrachtet oder unter rein innenpolitischen Aspekten thematisiert worden(Ausländerprogrome, Fremdenfeindlichkeit, Asyldebatte). Der Beitrag will darauf hinweisen, daß dies eine gefährlich verkürzte Sichtweise ist, da möglicherweise die Ethnisierung eine Grundtendenz auch der eigenen außenpolitischen Debatten wird (z.B. 'gelbe Gefahr' gefährdet Arbeitsplätze, Ausverkauf der Wirtschaft an Fremde). Gerade aus friedenswissenschaftlicher Sicht muß deshalb gefragt werden, ob diese neue Konfliktkonstellation als dauerhaft oder nur als vorübergehend anzusehen ist. Praxeologisch stellt sich die Frage, ob die beiden Logiken unvereinbar sind und nur die Überwindung einer der beiden Logiken zur Konfliktlösung führt oder ob angesichts der Dauerhaftigkeit des Konflikts eine 'friedliche Koexistenz' zwischen den beiden Logiken hergestellt werden kann. Die Fallstudien des Beitrags (Handelspolitik, Migrationspolitik, Unternehmenskultur) konzentrieren sich auf Bereiche, in denen das Aufeinandertreffen der beiden Prinzipien besonders virulent und konfliktträchtig erscheint und die alten Erklärungsmuster und Politikrezepte offensichtlich nicht mehr greifen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter ethnicity; ethnic conflict; international relations; international economic relations; commerce; trade policy; migration policy; organizational culture
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Gesellschaften im Umbruch: Verhandlungen des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Halle an der Saale 1995
Herausgeber Clausen, Lars
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 294-308
ISBN 3-593-35437-3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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