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Asien und der Westen, Aufstieg und Niedergang

Asia and the West, rise and fall
[Konferenzbeitrag]

Weede, Erich

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-140625

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Aufstieg Ostasiens und der Niedergang des Westens lassen sich in drei Thesen zusammenfassen: 1. Der Westen ist groß geworden, weil er eher als die asiatischen Hochkulturen mehr Menschen, die nicht der herrschenden Klasse (eher im Sinne von Mosca oder Dahrendorf als von Marx zu verstehen) angehören, private Eigentumsrechte zugestanden und damit auch individuelle Entscheidungsfreiheit und Innovationsmöglichkeiten überlassen hat. 2. Der Westen wird wieder klein, weil er zunehmend individuelle, beispielsweise unternehmerische, Entscheidungen durch politische Entscheidungen unter dem Einfluß von Verteilungskoalitionen ersetzt, weil der Wohlfahrtsstaat notwendigerweise das Sozialkapital von Gesellschaften reduziert, indem er die Menschen von der Verantwortung für die Folgen ihres Handelns entlastet. In Asien dagegen treibt die bei Weber erwähnte Hungerpeitsche die Menschen noch an. 3. Letzten Endes ist der Westen immer noch in einer Akzeptanzkrise des Kapitalismus, die sich 1848 im Kommunistischen Manifest besonders folgenreich artikulierte, die aber auch noch andauert, weil die Leistungsfähigkeit der unsichtbaren Hand des Marktes systematisch unterschätzt und die der potentiell alles erdrückenden Hand des Staates systematisch überschätzt wird. Die Volksrepublik China führt seit 1979 die Substanz des Kapitalismus, wenn auch nicht das dazugehörige Etikett, ein und wächst und wächst. Im Westen reicht der sozialdemokratische Konsens, im Kern das Postulat des Primats der Politik über die Privatwirtschaft, bis weit in sog. konservative Parteien hinein. Der Ausgang des Wettlaufs zwischen dem schleichenden Kapitalismus Ostasiens - Japan und China sind heute liberaler als vor 10 oder 15 Jahren, wenn auch noch lange nicht so liberal wie der Westen - und dem schleichenden Sozialismus des Westens wird unser Schicksal bestimmen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Asia; Western world; industrial society; Far East; welfare state; capitalism; Japan; China; economic development (on national level); developing country
Klassifikation Soziologie von Gesamtgesellschaften
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Gesellschaften im Umbruch: Verhandlungen des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Halle an der Saale 1995
Herausgeber Clausen, Lars
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 335-347
ISBN 3-593-35437-3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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