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Weltsystem, neue Medien und soziologische Imagination

The world system, new media and sociological imagination
[Konferenzbeitrag]

Krysmanski, Hans Jürgen

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-139836

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die neuen Raum- und Zeitarrangements der globalen Informationssphäre legen die Frage nahe, auf welchem Terrain die Soziologie als Orientierungswissenschaft heute operiert. Wer vom Cyberspace redet, sollte vom Spätkapitalismus nicht schweigen. Jedenfalls gibt es beachtliche Fortschritte in der Beschreibung unserer Epoche mithilfe spätmarxistischer Kategorien. Manches spricht dafür, die neuen Medien als Ausdruck einer für den Kapitalismus typischen Stufe der erweiterten Reproduktion zu verstehen, welche durch die Konvergenz von Ökonomie und Kultur gekennzeichnet ist. Die mediale Massenkultur vermag heute unmittelbar in den ökonomischen Prozeß einzugreifen. Die neuen Medien als die Handlungs-Struktur des spätkapitalistischen Raum- und Zeitarrangements sind ein wichtiges Operationsfeld der Soziologie bei ihrem Bemühen um ein cognitive mapping dieser Welt. In den neuen Medien konvergieren Massenunterhaltungs- und Computertechnologien, die bestimmte Aspekte des reflexiven und logischen Denkens in ihren Apparaten gleichsam verdrahtet und damit 'automatisiert' haben. Insofern entwickeln sich die neuen Medien zu hermeneutischen Maschinen der soziologischen Imagination - und zwar in einer unendlich effektiveren Weise, als es Systemtheorien der autopoietischen Variante jemals für sich beanspruchen könnten. Dies ist die neue erkenntnistheoretische Situation, in welcher für die Soziologie auch orientierungsästhetische Fragen (Stichwort: 'Der Film des Soziologen') auftauchen. Daneben wird der Einfallsreichtum der Soziologie durch die private problems und public issues der informationsgesellschaftlichen Dynamik des Kapitalismus herausgefordert. Umwälzungen in den geistigen Macht- und Eigentumsverhältnissen auf den Netzen und in den Massenmedien lösen unter anderem Fragen nach der Rolle der herrschenden Klassen im ökonomischen und politischen Prozeß aus. Wo, beispielsweise, gibt es heute eine Soziologie der Finanz- und Spekulationseliten, die an das verschwörungstheoretische Niveau mancher unserer soziologischen Klassiker anknüpfte? Und könnte sie noch 'geschrieben' - oder müßte sie 'gefilmt' werden? " (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter new media; postmodernism; late capitalism; culture; mass culture; world politics; information society
Klassifikation Kommunikationssoziologie, Sprachsoziologie, Soziolinguistik
Methode Grundlagenforschung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Dresden 1996
Herausgeber Hradil, Stefan
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 679-695
ISBN 3-593-35852-2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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