Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Regionale Bildungsungleichheit in Ostdeutschland

Regional education inequality in east Germany
[Konferenzbeitrag]

Müller-Hartmann, Irene

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-139556

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die Bildungspolitik im wiedervereinigten Deutschland muß davon ausgehen, daß in den neuen Bundesländem geschichtlich überbrachte Bildungsunterschiede zwischen Regionen fortwirken. Es gibt in Ostdeutschland soziale Räume mit gleichem sozialgeograpischem Verhalten. Sie stellen unterschiedliche Strukturierungskontexte sozialer Lagen und Handlungschancen von Individuen dar. Obwohl die DDR in den 40 Jahren ihrer Existenz im Rahmen von Modernisierungsprozessen gleiche Bildungschancen für alle Bürger proklamierte und ein hohes Maß an Einheitlichkeit in der Bildungspolitik - auch sozialräumlich gesehen - anstrebte, blieben sowohl beim Erwerb der Hochschulreife und beim Zugang zum Studium als auch in der Entwicklung der schulischen und beruflichen Bildung der Bevölkerung bemerkenswerte regionale Differenzierungen bestehen. Sie existieren zwischen städtischen Dienstleistungszentren, besonders den Universitätsstädten und den agrarisch strukturieren Räumen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie den Industrierevieren in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auffallend hohe Bildungsniveaus der Bevölkerung und eine hohe Bildungsbeteiligung weisen die Universitätsstädte im mitteldeutschen Raum auf, die Zentren frühbürgerlicher Entwicklung waren und geschichtlich starke Bindungen an den Protestantismus besitzen. Offensichtlich wirken in den hier in Wissenschaft, Bildung, Kultur und Administration besonders stark konzentrieren Kreisen der Intelligenz und der Angestellten protestantische bildungbürgerliche Traditionen fort. Ländliche, agrarisch strukturierte Räume in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben ihre traditionelle Bildungsferne nicht verloren, obwohl die Bildungspolitik der DDR dazu beigetragen hat, die Bildungsunterschiede außerhalb der großen Städte zu mildern und das Bildungsniveau der hier lebenden Bevölkerung sukzessive zu erhöhen. Die Differenzen ländlicher Regionen gegenüber Industrieregionen beim Erwerb der Hochschulreife und beim Zugang zum Studium haben sich deutlich verringert." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter educational policy; course of education; Federal Republic of Germany; German Democratic Republic (GDR); New Federal States; level of education; educational opportunity; regional difference; participation in education; university town; industrial region; Protestantism; agricultural area; city-country relationship
Klassifikation Bildungs- und Erziehungssoziologie
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 38-41
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top