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Außerbetriebliche Rahmenbedingungen, betriebliche Anreize und Krankenstand der Arbeitnehmer

Non-company marginal conditions, company incentives and sick-rate of workers
[Konferenzbeitrag]

Reinwald, Norbert

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-139036

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Das Abwesenheitsverhalten von Arbeitnehmern (und damit deren Krankenstand, soweit er nicht eindeutig medizinische Ursachen hat) kann im Rahmen eines handlungs- und nutzentheoretisch ausgerichteten Konzepts als typische Form nichtkooperativen Verhaltens rationaler Akteure im Rahmen von Arbeitsverhältnissen begriffen werden, das die Arbeitgeber durch Bereitstellung von Kooperationsanreizen beeinflussen können, die vor dem Hintergrund der individuellen Präferenzen und Ressourcen der Akteure sowie externer Marktbedingungen und rechtlicher Regulierungen wirksam werden. Im Rahmen dieses theoretischen Konzepts lassen sich die Ergebnisse einer quantitativen Analyse von individuellen und betrieblichen Daten zu den Bedingungen des Krankenstands der Arbeitnehmer in ausgewählten Betrieben der feuerverzinkenden Industrie, die durch Befragung betrieblicher Schlüsselinformanten, Beobachtung und Dokumentenanalyse erhoben wurden, sinnvoll interpretieren. Die empirischen Ergebnisse zeigen, daß es nicht genügt, isolierte Einflußfaktoren zu betrachten, sondern daß Krankenstandsforschung darauf ausgerichtet sein muß, die Bedingungen des Krankenstands in einem konsistenten Bezugsrahmen zu analysieren. So können z.B. die nach Familienstand, Kinderzahl und Alter unterschiedlichen Krankenquoten der Arbeitnehmer vor dem Hintergrund unterschiedlicher sozialer Verpflichtungen und unterschiedlicher Haushaltseinkommen erklärt werden. Im Hinblick auf die betrieblichen Anreize zeigt sich, daß monetäre Anreize nur unter bestimmten Umständen wirksam sind und der Gestaltung der nichtmonetären Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer anwesenheitsförderlichen Anreizstruktur zukommt. Die Abhängigkeit des Abwesenheitsverhaltens der Arbeitnehmer von Handlungsalternativen kommt im Zusammenhang zwischen Arbeitsmarktsituation, Fluktuation und Krankenstand zum Ausdruck: Wo schlechte objektive Chancen eines Betriebswechsels bestehen und die Arbeitnehmer von der Möglichkeit des Betriebsaustritts wenig Gebrauch machen, ist die Krankenquote am höchsten, im umgekehrten Fall am niedrigsten." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter general conditions; company social policy; sickness rate; employee; work habits; employment relationship; firm; metal industry; work-related illness; medium-sized firm; wage; incentive system
Klassifikation angewandte Psychologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 282-286
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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