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Staatssozialismus und individuelles Handeln : nichtbeabsichtigte Folgen staatlichen Handelns in der DDR

State socialism and individual action : unintentional consequences of state action in the GDR
[Konferenzbeitrag]

Huinink, Johannes

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138903

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die autoritär-bürokratische, paternalistische Herrschaft in der DDR hat sich in den Strategien individueller Lebensgestaltung der Bürger niedergeschlagen. Die damit verbundenen sozialstrukturellen Folgen sind als unbeabsichtigte Effekte eines erklärtermaßen planvollen politischen Handelns seitens des Staates zu begreifen. Man kann zahlreiche Beispiele für unbeabsichtigte Folgen staatlicher Intetventionen z.B. in der Sozialpolitik der DDR nennen. Auch in der DDR haben die jeweils spezifischen Reaktionsmuster individueller Akteure und Akteursgruppen auf sozialpolitische Maßnahmen die Entwicklung sozialer Strukturen und gar den kulturellen Bestand einer Gesellschaft nachhaltig beeinflußt. Individuell motivierte, aber gleichzeitig massenhaft auftretende Handlungen und deren Folgen konnten zur Entwicklung von neuen kollektiv geteilten, sozialen Verständigungsmustern über Lebensgestaltung beitragen, die sich dem staatlichen Kontrollvermögen entzogen. Dieses erfolgte, auch ohne daß den Bürgern die expliziten Modi des Legitimationsentzugs durch Exil oder Voice zur Verfügung standen. Die zentrale These ist: In der DDR ließ sich die Entwicklung eines Sozialcharakters beobachten, dessen Verhaltensmodi durch eine gemeinschaftliche Trittbrettfahrer-Strategie geprägt war. Große Teile der Bevölkerung der DDR nutzen die Vorteile der Herrschaftsordnung bzw. die Leistungen der Herrschenden, solange es möglich war und es sich lohnte, ohne daraus für sich die politisch verlangte moralische Verpflichtung dem Staat gegenüber abzuleiten. Die Trittbrettfahrer-Strategie wurde zudem gegen die Einflußversuche des Staates gewendet und durch die Stärkung gemeinschaftlicher sozialer Strukturen abgesichert." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter state socialism; individual; action; German Democratic Republic (GDR); consequences; exertion of government pressure; citizen; life style; social structure; social policy
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Sozialpolitik
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 342-346
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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