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Multiple Identitäten als Voraussetzung und Chance zur Integration ethnischer Minderheiten in Estland und Lettland

Multiple identities as a precondition and opportunity for the integration of ethnic minorities in Estonia and Latvia
[Konferenzbeitrag]

Mattusch, Katrin

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138816

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme prägen nationale Konflikte den politischen Alltag vieler osteuropäischer Gesellschaften. Die Frage, wie diese Konflikte zu entschärfen und in gerichtete Bahnen zu lenken sind, ist von existentieller Bedeutung für die neu entstandenen Demokratien. Die blutigen Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien und in Tschetschenien scheinen zu suggerieren, daß eine Befriedung ethnischer Konflikte in postsozialistischen Gesellschaften so gut wie unmöglich ist. Dennoch ist in einer Region Osteuropas, dem Baltikum, dessen gesellschaftlicher Problemhaushalt in ganz besonderer Weise von ethnischen Konflikten geprägt ist, eine Regression der ethnischen Konflikte zu beobachten. Im Vortrag soll daher analysiert werden, wie es in den baltischen Staaten, insbesondere in Estland und Lettland, gelingt, einen Basiskonsens zwischen den ethnischen Gruppen zu entwickeln, auf dessen Grundlage politische Stabilität erreicht werden kann. Integration ist prinzipiell auf drei Ebenen - der politischen, der kulturellen und der ökonomischen - denkbar. Auch wenn in den ethnisch heterogenen baltischen Gesellschaften eine Integration über politische, institutionalisierte Mechanismen der Konfliktregulierung auf den ersten Blick am aussichtsreichsten zu sein scheint und bereits eine Übertragung des ethnischen Konfliktes in die Parteiensysteme stattgefunden hat, gibt es auch Befunde, die auf Möglichkeiten kultureller und ökonomischer Integration hinweisen. So könnte im demokratischen Prozeß des öffentlichen Streits zwischen ganz unterschiedlichen Positionen ein als geographische Identität umschreibbares Sichgebundenfühlen der Minderheiten an die baltischen Staaten entstanden sein, das auf den ethnischen Konflikt befriedend wirkt. Ebenso scheint es möglich, daß das beginnende Wirtschaftswachstum im Baltikum, an dem auch die Minderheiten aktiv teilhaben, integrierend wirkt. Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Integrationsmechanismen wird mit Umfragedaten aus den Jahren 1990-1995 untersucht." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter identity; integration; ethnic structure; Estonia; Latvia; Eastern Europe; transformation; post-socialist country; ethnic conflict; political integration; cultural integration; economic integration; minority; Baltic States; USSR successor state
Klassifikation Soziologie von Gesamtgesellschaften
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 383-389
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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