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Dynamische Armutsforschung in Ostdeutschland - Dauer und Ursachen von Sozialhilfeverläufen im sozialpolitischen Kontext

Dynamic poverty research in east Germany - duration and causes of social assistance courses from the context of social policy
[Konferenzbeitrag]

Rentzsch, Doris

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138456

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Diskurs zur Armut in den neuen Bundesländern ist im sechs Jahre vereinten Deutschland verhältnismäßig unentwickelt. In Bezug auf soziale Ungleichheit und Armut wird für Ostdeutschland gemeinhin von einem 'Selbstlauf' gesellschaftlicher Differenzierung nach westdeutschem Muster ausgegangen. Besonderheiten der Armut-Ost sind allerdings bereits bei einem Vergleich der statistisch ausgewiesenen und nach alten und neuen Bundesländem untergliederten Sozialhilfepotentialen nicht mehr auszuschließen: der hinlänglich als ärmer bekannte Osten hat eine deutlich geringere Sozialhilfequote als der reichere Westen. Bei weitgehend gleicher gesetzlicher Grundlage signalisiert diese 'Seitenverkehrung' eine undurchsichtige Sachlage und führt zu der Mutmaßung, daß die Armut in den neuen Bundesländern zumindest gegenwärtig Eigenheiten aufweist. Gezielte empirische Untersuchungen sind deshalb für eine Aufklärung und Beurteilung der tatsächlichen Armutsverhältnisse unverzichtbar. Aus einer repräsentativen Längsschnittstudie auf Basis von ereignisorientierten Individualdaten aus Sozialhilfeakten, die in der Stadt Halle/Saale durchgeführt wurde, ist für einen retrospektiven Beobachtungszeitraum von (fast) fünf Jahren eine erste zeitdynamische Charakterisierung ostdeutschen Sozialhilfeverlaufs möglich. Die Befunde von zwei analysierten Kohorten von SozialhilfeempfängerInnen (1990, 1991) verweisen auf eine Strukturierung des Sozialhilfeverlaufes, nach der Kurzzeitbezug relativ häufig und Langzeitbezug relativ selten auftritt. In dieser Frage wie auch bei einem Vergleich wichtiger Beginnursachen für einen Sozialhilfebezug sind weitgehende Übereinstimmungen mit analogen Erkenntnissen in den alten Bundesländern festzustellen. Eine differenziertere Ursachenanalyse, insbesondere im Kontext mit einer Beendigung des Sozialhilfebezuges, veranschaulicht indes auch die spezifische Situation in den neuen Bundesländern, die durch eine besondere Relevanz der sozialpolitischen Rahmung gekennzeichnet ist." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter research; poverty; New Federal States; duration; cause; social assistance; welfare recipient; social policy; social inequality; time factor; dynamism; Federal Republic of Germany
Klassifikation soziale Probleme
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 561-567
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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