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Alleinerziehen - zwischen Unabhängigkeit und Abhängigkeit

Single parents - between independence and dependence
[Konferenzbeitrag]

Huth, Sabine; Großmann, Heidrun

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138440

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Anstieg Alleinerziehender ist ein Ausdruck für den Zugewinn an Selbständigkeit bei der Wahl und Gestaltung individueller Lebensformen von Frauen mit Kindern, auch wenn Alleinerziehende häufiger als in jeder anderen Lebensform mit Sozialhilfe wirtschaften. Ausgehend davon, daß die Bedingungen, Kinder allein großzuziehen, in beiden Teilen Deutschlands ganz andere waren, haben wir die Fragestellung untersucht, wie sich unterschiedliche Erfahrungen zum Frauenleben, zur Emanzipation und zur Sozialisation von Kindern auf den Umgang ost- und westdeutscher Frauen mit der Sozialhilfe auswirken. Für die Diskussion um den Beitrag der Sozialpolitik zu Unabhängigkeit und Abhängigkeit gilt es, auch die Erfahrungen ostdeutscher Frauen mit dem für sie neuartigen Sozialhilfesystem einzubeziehen. Die Ergebnisse unserer Vergleichsuntersuchung bestätigen im alten Bundesgebiet einen Einstellungswandel bezüglich der Inanspruchnahme von Sozialhilfe. Im Bewußtsein, daß sich eine selbständige Lebensführung mit Kindern zeitweise nur mit Unterstützung von Sozialhilfe realisieren läßt, wird diese vor allem von jüngeren Frauen immer häufiger als eine rechtlich zustehende staatliche Leistung wahrgenommen. Für ostdeutsche Frauen ist einerseits ein Festhalten an wirtschaftlicher Unabhängigkeit durch eigene Erwerbsarbeit sichtbar und andererseits ein ambivalenter Entscheidungsdruck hinsichtlich einer Neufestlegung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung. Im Unterschied zum Westen ist im Osten eine Inanspruchnahme von Sozialhilfe als Grundsicherung für eine längere Zeit zur Betreuung der Kinder bisher kaum zu finden. Ostdeutsche Frauen vergrößern jene zunehmende Gruppe junger Frauen, die aufgrund des Mangels an Alternativen Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Diskutiert werden sollte, ob es den Realitäten entspricht, sozialpolitisch weiterhin eher den Ausstieg aus der Erwerbsarbeit zu fordern, oder inwieweit es angemessener wäre, Erwerbsarbeit durch entsprechende Maßnahmen zu stimulieren und so den Lebensvorstellungen junger Frauen besser zu entsprechen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter single parent; dependence; woman; child; way of life; social assistance; Federal Republic of Germany; old federal states; New Federal States; child care; gainful work; comparison
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 567-572
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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