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Segregation statt Integration? : zu einigen nicht-intendierten Folgen multikultureller Minderheitenpolitik in Großbritannien

Segregation instead of integration? : some unintentional consequences of multicultural minority policy in Great Britain
[Konferenzbeitrag]

Baringhorst, Sigrid

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138242

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Nach einem kurzen Überblick über die spezifische ethnische Zusammensetzung und rechtliche Lage eingewanderter Minderheiten in Großbritannien werden Genese, Entwicklung und Grundzüge kommunaler Integrations- und Antidiskriminierungspolitik dargestellt. In der Analyse der Ergebnisse dieses neuen Policy-Bereiches wird ein besonderer Akzent auf nichtintendierte, aber systematisch in der Minderheitenpolitik angelegte Wirkungen kommunaler Reformen gelegt. Zur Verdeutlichung der möglichen kontra-produktiven Resultate einer städtischen Politik der Multikultur wird als Beispiel die nordenglische Industriestadt Bradford herangezogen. Aufgrund des hohen Pakistanianteils lebt dort heute die drittgrößte Muslimgemeinschaft Großbritanniens. Die möglichen inversen Folgen multikultureller Stadtpolitik werden an zwei Problemfeldern illustriert: Zum einen am Beispiel der polarisierenden Effekte einer antirassistischen Umerziehung in der städtischen Verwaltung, zum anderen am Beispiel der Stärkung fundamentalistischer Muslimorganisationen im kommunalen Bargaining-Prozeß. Wahrend zu Beginn der 80er Jahre sich nach 'race'-Kriterien formierende Asiaten-Organisationen einen starken Einfluß auf die kommunalpolitische Willensbildung ausübten, wurde nicht zuletzt auch infolge der kommunalen Minderheitenpolitik und der daraus entstehenden Umsetzungskonflikte der Repräsentationsanspruch sich religiös definierender Gruppen verstärkt. Die gewachsene Bedeutung islamisch-fundamentalistischer Einwandererorganisationen zeigte sich auch in der Rushdie-Affäre, die 1989 in Bradford ihren Ausgang nahm. Politische Partizipation ethnischer Minderheiten, so das etwas ernüchternde Ergebnis der Analyse, führt nicht zwangsläufig zu einem mehr an Integration. Unter bestimmten sozioökonomischen und politischen Bedingungen kann sie sogar eine genau gegenteilige Wirkung evozieren und statt sozialer Inkorporation soziale Segregationstendenzen stärken." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter integration; segregation; minority policy; Great Britain; social effects; multicultural society; Islam; fundamentalism; religious group; religious movement; minority
Klassifikation Migration
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 662-666
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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