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Objekte und Grenzen - die soziale Konstruktion von Grenzobjekten in der Intensivmedizin

Projects and limits - social construction of marginal projects in intensive medicine
[Konferenzbeitrag]

Wagner, Gerald

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-138171

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Warum sollte sich die Soziologie für materielle Gegenstände interessieren? Weil man die Konflikte um Dinge in einem evokativen Sinn benutzen kann: Sie offenbaren die sozialen Strukturen der Situationen, in denen diese Konflikte stattfinden. Der Beitrag schlägt vor, das Konzept der 'sozialen Welten' und 'Arenen' von Anselm Strauss für die Untersuchung von 'Grenzobjekten' in der Intensivmedizin einzusetzen. Der Ort, innerhalb dessen die Interaktionen in einer Organisation stattfinden, wird als eine 'Arena' untersucht. Die Arena ist eine Situation, zu der alle Ressourcen gezählt werden müssen, die interaktiv mobilisiert werden können. Dinge sind in diesen Interaktionen natürlich ebenfalls, ihre Widerstände und Hartnäckigkeiten sind strukturelle Momente dieser Situationen. Eine Schüsselfrage dieses Ansatzes ist demnach, welche Chancen die Dinge in einer Arena für die Akteure in dieser Arena darstellen. Mit Dingen kann man - um an das Thema dieser Tage zu erinnern -integrieren ebenso wie differenzieren. Die Bedeutung aller situativen Ereignisse in einer Arena entstammt ihrer Einbettung in Diskurse, die Strauss 'soziale Welten' nennt. Die sozialen Welten, die an einer Arena teilnehmen, teilen sehr wichtige Überzeugungen, befinden sich also in einer gemeinsamen historischen und symbolischen Welt, doch sie haben auch konfligierende Perspektiven und konkurrieren um Ressourcen. Diese Situation macht nun das Konzept der Grenzobjekte nach Star und Griesemer attraktiv. Damit ist ein analytisches Konzept für solche Objekte gemeint, in denen sich die Interessen verschiedener sozialer Welten überschneiden. Grenzobjekte werden sozial konstruiert, aber je verschieden nach den Perspektiven der einzelnen sozialen Welten. Die Konstruktion solcher Grenzobjekte ist ein Schlüsselprozess für die Erhaltung der Kohärenz von Arenen, die von starken Konflikten konkurrierender sozialer Welten geprägt sind. Grenzobjekte haben demnach keinen festen ihnen anhaftenden Sinn, da sie auch ganz verschiedenen Erwartungen dienen müssen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter object; construct; symbolic interactionism; symbol; computer; medicine; intensive care medicine; construction; social effects; organization; meaning; hospital
Klassifikation Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 698-702
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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