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Veränderungen der akademischen Personalstruktur in den Neuen Bundesländern am Beispiel der Humboldt-Universität : handlungsleitende Prinzipien, Ergebnisse und Nebenfolgen

Changes in the structure of academic personnel in the new Bundesländer, using Humboldt University as an example : action-controlling principles, results and side-effects
[Konferenzbeitrag]

Kriszio, Marianne

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-137779

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die sog.'Erneuerung' der ostdeutschen Hochschulen beinhaltete nicht nur eine Veränderung der Inhalte von Forschung und Lehre und eine inhaltliche und politische Überprüfung des gesamten wissenschaftlichen Personals, sondern auch eine Anpassung der Personalstruktur an das westdeutsche System. Zunächst soll die Personalstruktur an DDR-Hochschulen erläutert werden. Dann soll die Herausbildung der modernen westdeutschen Personalstruktur seit der Verabschiedung des Hochschulrahmengesetzes und die Begründung für die darin festgelegten Strukturprinzipien rekonstruiert werden. Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme werden dargestellt. Die Verschärfung der Zeitvertragsproblematik infolge von arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen durch die Novellierung des HRG von 1985 wird ebenfalls behandelt. Die rechtlichen und institutionellen Verfahrensweisen bei der Umsetzung der personellen Überleitung in die neue Struktur werden am Beispiel der Humboldt-Universität dargestellt (Neuausschreibung aller Professorenstellen; Überprüfung und Zuordnung zu Stellenkategorien für alle übrigen WissenschaftlerInnen). Bei der Übertragung westdeutscher Strukturen auf das Verhältnis von befristeten und unbefristeten Stellen im Akademischen Mittelbau orientierte man sich nicht an den realen Verhältnissen, sondern an idealtypischen Modellen. Zugleich erfolgte die Umwandlung bisher unbefristeter Mittelbaustellen in befristete Arbeitsverhältnisse nicht erst nach dem Auslaufen bisheriger Verträge, sondern die Verträge des bisherigen Personals wurden verändert. Ein besonderes Problem stellt in diesem Prozeß der grundsätzlich fehlende Kündigungsschutz im BAT-Ost für langfristige Arbeitsverhältnisse dar (der im Westen für Angestelltenverträge im öffentlichen Dienst ab 15 Dienstjahren besteht), wodurch dort jederzeit Bedarfskündigungen bzw. entsprechende Änderungskündigungen möglich sind. Es wird darauf eingegangen, welche Folgen es hat, wenn ältere WissenschaftlerInnen aufgrund dieser strukturellen Veränderungen befristete Arbeitsverhältnisse erhalten, die als Nachwuchsstellen definiert sind und eigentlich für Menschen in einem ganz anderen Stadium ihrer wissenschaftlichen und persönlichen Biographie gedacht sind. Die Auswirkungen der Veränderungen auf den relativen Grad an Abhängigkeit und Selbständigkeit des akademischen Mittelbaus sollen ebenso thematisiert werden wie die Folgen für die Realisierungschancen der von PolitikerInnen prgrammatisch verkündeten Absichtserklärungen zur Verbesserung der Qualität der Lehre." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; German Democratic Republic (GDR); New Federal States; Berlin; university; composition of personnel; academic career
Klassifikation Bildungswesen tertiärer Bereich
Methode anwendungsorientiert
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie - Gesellschaften im Umbruch: Sektionen und Arbeitsgruppen
Herausgeber Sahner, Heinz; Schwendtner, Stefan
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 35-41
ISBN 3-531-12836-1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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