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Selbsthilfe und Selbsthilfeförderung im ländlichen Afrika (am Beispiel der Zigua-Gesellschaft)

Self-help and promotion of self-help in rural Africa (using the Zigua Association as an example)
[Konferenzbeitrag]

Merten, Peter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-137666

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Selbsthilfe setzt Unzufriedenheit voraus und Ziele: eigene Ziele. Durch Selbsthilfe greifen Menschen in den gesellschaftlichen Entwicklungsprozeß ein und 'überholen' dabei die Entwicklung (Bloch). Selbsthilfe heißt den Menschen dort, wo sich höhergeordnete und gemeinhin entwicklungsprägende Systeme als dysfunktional erweisen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Hierbei können sie und ihr Handeln von Fall zu Fall mit dem Staat kollidieren oder aber ihn substituieren. Vielerorts im ländlichen Afrika hat sich der Staat als dysfunktional erwiesen. Aber wo er früher, indem er sie zu instrumentalisieren suchte, oft ein Hemmnis für echte Selbsthilfe war, entstehen heute Freiräume: 'In vielen Ländern der Dritten Welt, insbesondere in Afrika, hat der Staat in den letzten Jahren so sehr an Einfluß verloren, daß er teilweise im Hinterland aufgehört hat zu existieren.' (GTZ) Parallel hierzu rückt 'Selbsthilfeförderung' ins Zentrum der Konzepte entwicklungspolitischer Geber: Hilfe von außen darf immer nur 'Hilfe zur Selbsthilfe' sein, heißt es im BMZ. Gleichzeitig werden aber Inhalte und Ziele dieser vermeintlichen Selbsthilfe-Förderung vorgezeichnet. 'Die Hilfe der Geber muß sich in ein solches Konzept der Strukturanpassung, das in aller Regel die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) vorzeichnen, einfügen.' So besehen wird SHF zur zielgerichteten Maßnahme, die Staatsausgaben zu senken und das Weltwährungssystem zu stabilisieren. Dem Selbstbestimmungsrecht der Afrikaner wären enge Grenzen gesetzt: die sog. 'Selbsthilfe' soll SAP-kompatibel sein. Echte Selbsthilfe setzt eigene Ziele voraus. Für viele Menschen im ländlichen Afrika sind die eigenen Werte- und Zielsysteme zusammengebrochen, ohne daß bisher etwas Neues an diese Stelle getreten ist (vgl. Kabou). Modernistische Entwicklung wird meist ebensowenig als eigenes Ziel gesehen wie die 'Rückkehr zu der Väter Zucht und Sitte' in Form eines fundamentalistischen Islam. Konsequente Selbsthilfeförderung muß deshalb dort ansetzen, wo Ziele und Utopien von Menschen selbst entwickelt werden. Das setzt Einmischung, Dialog und schließlich Solidarität voraus." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter twentieth century; criticism; development aid policy; foreign policy; Africa; Federal Republic of Germany; promotion; self-help
Klassifikation spezielle Ressortpolitik
Methode anwendungsorientiert
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie - Gesellschaften im Umbruch: Sektionen und Arbeitsgruppen
Herausgeber Sahner, Heinz; Schwendtner, Stefan
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 99-103
ISBN 3-531-12836-1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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