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Der merkwürdige Sieg des Nicolas Sarkozy : eine Wahlanalyse

The curious victory of Nicolas Sarkozy: an analysis of the election
[Arbeitspapier]

Tiberj, Vincent

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-131384

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Der Wahlsieg von Nicolas Sarkozy am 6. Mai 2007 fiel mit 53,32 Prozent der Stimmen deutlich aus. Dieser Sieg ist deshalb bemerkenswert, da er nach fünf schwierigen Jahren für die bürgerliche Regierung (CPE-Krise, Ablehnung des Europäischen Verfassungsvertrags, Unruhen in den Vorstädten) und dem schlechten Abschneiden des konservativen Lagers bei den Regionalwahlen 2004 für die Linke greifbar nahe schien. Wie lässt sich vor diesem Hintergrund der klare Sieg von Sarkozy erklären? Nicolas Sarkozy griff im Wahlkampf bewusst die Themen auf, die ihm zunächst nicht zu liegen schienen, anstatt ihre Entwicklung dem Zufall zu überlassen. Mit dieser Strategie konnte er der Debatte insbesondere im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich eine neue Wendung zu seinen Gunsten geben. Als erfahrener ehemaliger Innenminister scheute er sich nicht, auch sensible Themen wie Kriminalität, Immigration und Integration auf seine Wahlkampfagenda zu setzen und sie nicht dem Front National zu überlassen. Dabei konnte er es sich zunutze machen, dass die Debatte in der französischen Gesellschaft seit dem 11. September 2001 zunehmend um diese Themen kreiste. Zu seinem Wahlsieg verhalf ihm letztlich auch seine Fähigkeit, die Medien geschickt zu instrumentalisieren, indem er gezielt Tabus verletzte, um selbst den Rhythmus des Wahlkampfs zu bestimmen." (Autorenreferat)

"Nicolas Sarkozy won a solid victory in the French presidential elections on 6 May 2007, with 53.32 percent of the vote. The election victory is particularly noteworthy because it seemed within reach for the left – after five difficult years for the conservative government (CPE crisis, rejection of the EU constitutional treaty, civil unrest in the suburbs) and the defeat of the right wing parties in regional elections in 2004. Against this background, how can Sarkozy’s clear victory be explained? During the election campaign, Nicolas Sarkozy deliberately chose topics that initially did not appear to suit him, instead of leaving their development to chance. Pursuing this strategy he was able to turn the debate, especially in the socio-economic field, to his favour. As former home secretary, he was not afraid to put sensitive topics such as criminality, immigration and integration on his political agenda and thus did not leave this field to the far-right Front National. He took advantage of the fact that the debate in French society since 11 September 2001 increasingly focused on these issues. Finally, Nicolas Sarkozy won the presidential elections because of his ability to aptly exploit the media by breaking taboos purposefully in order to determine the course of the election campaign." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter France; analysis; election; presidential election; election research; strategy; election campaign; economic policy; social policy; media; campaign; voting behavior
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 16 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse Frankreich, 1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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