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Amerikas alternativer Antrieb : erneuerbare Energieaußenpolitik der USA

[Forschungsbericht]

Braml, Josef

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-129657

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Nach vorherrschender Expertenmeinung ist keine ernsthafte Reform der amerikanischen Sicherheitspolitik zu erwarten, solange kein gravierender Schock des internationalen Systems eintritt. Dagegen legt die vorliegende Analyse nahe, dass die Versorgungssicherheits-, Wirtschafts- und Umweltkosten ihrer gegenwärtigen Energieaußenpolitik die USA veranlassen werden, einen alternativen Weg einzuschlagen: in Richtung effizienter und erneuerbarer Energien. Dafür sprechen drei Gründe: Erstens, seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich der Energiekonsum der Vereinigten Staaten vor allem waufgrund ihrer ölabhängigen Transportsektors beinahe verdreifacht. Bei gleich bleibender Eigenproduktion und Importen aus der westlichen Hemisphäre verstärkte sich somit die Abhängigkeit von Ölimporten aus instabilen Weltregionen wie der Krisenregion des Mittleren Ostens. Die damit verbundenen Kosten und Risiken für die nationale Energieversorgungssicherheit haben schon Ende der 1999er Jahre einen ersten und wichtigen Anreiz für die Neuausrichtung amerikanischer Energiepolitik geschaffen. Zweitens stellt die Abhängigkeit von Erdölimporten die USA vor gravierende handels-, und währungspolitische und damit gesamtwirtschaftliche Herausforderungen. Das in den letzten Jahren immens angestiegene Handelsdefizit ist zu einem Drittel den Energieimporten geschuldet. Drittens, die wachsende Sensibilität der Amerikaner für die von Umweltverschmutzung und Klimawandel verursachten gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Probleme erhöht den politischen Druck auf ihre Regierung, Biokraftstoffe zu entwickeln und Alternativen zu veralteten, auf fossile Brennstoffe angewiesene Wirtschaftszweige zu finden. Diese drei Probleme sollten politischen Entscheidungsträgern in den USA starke Anreize geben, die US-Wirtschaft auf möglichst niedrigen Verbrauch fossiler Brennstoffe umzustellen (Stichwort: "low carbon economy"). Jedoch ist in der politischen Auseinandersetzung nicht immer das so genanennte "nationale Interesse" ausschlaggebend, sondern der Einfluss verschiedener persönlicher, regionaler, institutioneller oder wirtschaftlichen Interessen entscheidend für die tatsächliche Richtung amerikanischer Politik. Gleichwohl eröffnen die Umorientierung der öffentlichen Meinung und die Neupositionierung wirtschaftlicher Interessen auch Chancen für politische "Pionierunternehmer", einen Kurswechsel in die Wege zu leiten. Anstatt in einen Wettbewerb mit aufstrebenden Mächten um knapper werdende fossile Energieressourcen zu treten, könnte sich Amerika kraft seiner Smart-Power unter der Führung seines nächsten Präsidenten in eine vorteilhaftere Lage als Anbieter begehrter Ressourcen positionieren: Wegweisend wären kooperative und lukrative Arrangements, um die steigende internationale Nachfrage nach erneuerbaren Energien und neuen Technologien zu bedienen. Hier sollten deutsche und europäische Politik ansetzen: Über eine transatlantische Umwelt- und Energiepartnerschaft könnten im multilateralen Rahmen Forschung, Investition und freier Handel gefördert werden." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter United States of America; foreign policy; renewable energy; energy; security policy; energy policy; climate change; partnership; environmental policy; cooperation; Federal Republic of Germany; energy consumption
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; spezielle Ressortpolitik
Methode Dokumentation
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 24 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 2
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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