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Growth without Sustainability : what the financial crisis says about Russia's economy

Wachstum ohne Nachhaltigkeit: was die Finanzkrise über die russische Wirtschaft sagt
[Forschungsbericht]

Meister, Stefan

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-129594

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "The growth of the price of oil since 1999 was the prerequisite for the economic and political stabilization of Russia. As a result the international influence of Russia has increased. The enormous economic growth is the basis for a new selfconfidence among the Russian elite concerning foreign policy. During the last few years, Russia has serviced its foreign debts and built up a constantly growing stability fund. Thus the country has gained room to maneuver internationally and to participate in the mediation of international conflicts. But there are still considerable shortcomings in implementing comprehensive reforms of the economic structure by the Russian leadership. Corruption and inefficient administrative structures, including the increasing influence of the state on the economy, have hindered fundamental reforms. The high price of oil has contributed to delaying the readiness for more reforms in the short term. The Russian leadership did not use the years of growth to set important reform impulses. The major challenges for the Russian economic policy are to diversify its production structure, to stimulate private investment in all areas of the economy, and to increase public funding for infrastructure, the health system and education. In terms of the international framework, Russia intends to integrate itself in all important economic institutions and be on equal footing with other members. At the same time, for instance in the energy sector, Russia aims to either renegotiate the rules or, like with the WTO-accession, slow down the process. This is due to the increasing misgivings of parts of the elite about international integration, the interest to negotiate better conditions and the delaying of important economic reforms. The intervention of politics in the economy linked with a high regulation requirement undermines the build-up of trust in Russian economic policies." (excerpt)

"Der Anstieg der Preise für Öl und Gas seit 1999 war Voraussetzung für die wirtschaftliche und politische Stabilisierung Russlands. Als Ergebnis hat der internationale Einfluss Russlands zugenommen. Das enorme Wirtschaftswachstum ist die Basis für ein neues außenpolitisches Selbstbewusstsein der russischen Elite. In den letzten acht Jahren hat Russland seine Auslandsschulden zurückgezahlt und einen konstant wachsenden Stabilitätsfond angelegt. Moskau hat damit Handlungsspielraum gewonnen, um sich an der Vermittlung internationaler Konflikte zu beteiligen und in internationale Wirtschaftsinstitutionen zu integrieren. Gleichzeitig existieren weiterhin grundlegende Defizite in der Umsetzung von Wirtschaftsreformen durch die russische Führung. Korruption, ineffektive Verwaltungsstrukturen sowie der wachsende Einfluss des Staates auf die Wirtschaft haben grundlegende Reformen verhindert. Hinzu kommt, dass der hohe Ölpreis kurzfristig dazu beigetragen hat, wichtige Reformen zu verschleppen. Die russische Führung hat die Wachstumsjahre nicht genutzt, um wichtige Reformimpulse zu setzen. Die größten Herausforderungen für die russische Wirtschaft sind die Diversifizierung der Produktionsstruktur, die Stimulierung von Investitionen in allen Bereichen der Wirtschaft sowie die Erhöhung der öffentlichen Ausgaben für Infrastruktur, das Gesundheits- und Bildungswesen. Im internationalen Rahmen möchte sich das heutige Russland in alle wichtigen wirtschaftlichen Institutionen integrieren und auf gleicher Augenhöhe mitreden. Gleichzeitig ist es bestrebt, z.B. im Energiesektor, die Regeln neu zu verhandeln oder, wie beim WTO-Beitritt, die Integration zu verlangsamen. Gründe dafür liegen in der negativen Einstellung wichtiger Teile der russischen Elite gegenüber internationaler Integration, im Interesse, bessere Bedingungen auszuhandeln, und in der fehlenden Umsetzung wichtiger Wirtschaftsreformen. Der wachsende staatliche Einfluss in der Wirtschaft, verbunden mit einem hohen Regulationsbedürfnis der russischen Politik, verhindert das Entstehen von Vertrauen in die russische Wirtschaft. Vertrauen jedoch ist wichtig, um internationale Investitionen anzuziehen." (Textauszug)
Thesaurusschlagwörter growth; economic growth; sustainability; Russia; conflict; international conflict; financial crisis; stabilization; corruption; integration; sustainability; economic policy; international economic relations; economic reform; deficit; economic development (on national level)
Klassifikation Volkswirtschaftslehre; Wirtschaftspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2009
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 16 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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