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Zwischen Wirtschaftswunder und Extremismus : Schatten auf der slowakischen Euro-Euphorie?

Between economic miracle and extremism: shadows on the Slovakian Euro-euphoria?
[Forschungsbericht]

Pänke, Julian; Samson, Ivo

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-129499

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat sich entgegen aller Erwartungen auch unter der nationalistisch-sozialpopulistischen Regierung von Ministerpräsident Robert Fico fortgesetzt. Hinter der Fassade des slowakischen 'Wirtschaftswunders' geben allerdings einige Strukturentwicklungen Anlass zur Sorge: die Beschneidung der Staatsausgaben durch radikale Steuersenkungen und eine damit einhergehende Vertiefung sozialer Unterschiede sowie der Verschlechterung der Infrastruktur, eine extreme Dominanz der Automobilindustrie und schließlich ein eklatanter Fachkräftemangel. Aufgrund dieser strukturellen Defizite trifft die gegenwärtige Finanzkrise die Slowakei besonders hart und wird die slowakische Wirtschaftskraft massiv einschränken. Die Situation verschärfte sich unter dem Eindruck des 'Gasschocks' im Januar 2009, der eine fast 100-prozentige Abhängigkeit von russischer Energie und den Fehler Bratislavas offenbarte, nach 1993 keine zumindest teilweise Unabhängigkeit von diesen Quellen hergestellt zu haben. Zudem bleibt ein altes slowakisches Problem bestehen, nämlich die Existenz eines fest etablierten sozialromantischen und nationalistischen Wählerpotenzials. Die Beziehungen zur ungarischen Minderheit und zu Budapest sind auf einem alarmierenden historischen Tiefpunkt angelangt. Dabei droht das Verhältnis durch die nachlassende Wirtschaftsleistung der Slowakei und einen Wahlsieg des nationalkonservativen Fidesz-Chef Viktor Orban in Ungarn 2010 noch weiter zu eskalieren. Diese Entwicklung bedarf der vollen Aufmerksamkeit der Europäischen Union und seiner Mitgliedstaaten, denn einen solchen Konflikt innerhalb der Union kann sich Brüssel angesichts der gewaltigen globalen Herausforderungen eigentlich nicht leisten." (Autorenreferat)

"The positive economic development of the last years has - against all expectations - continued under prime minister Robert Fico and his nationalist, social-populist government. Backstage of the 'economic miracle' some structural trends raise concern, though: retrenchment in the public expenditure through radical tax cuts, accompanied by a deepening of social differences as well as a deterioration of the infrastructure, extreme dominance of the car industry and finally a striking shortage of skills. As a result of these structural deficits the present financial crisis hits Slovakia exceptionally hard and will constrain its economic power severely. The situation got worse under the impact of the 'gas shock' in January 2009, which revealed an almost hundred per cent Slovakian dependence on Russian energy supplies and with it, the mistake of Bratislava not to establish at least a partial independence from these sources after 1993. Moreover an old Slovakian problem persists, the existence of a well-established social-romantic and nationalist electorate. Relations to the Hungarian minority and Budapest have hit rock bottom by now. And the future prospects suggest even further escalations in these relations, caused by the decreasing economic performance and a likely election victory of the national-conservative Fidesz leader Viktor Orban in Hungary 2010. This development demands full attention of the European Union and its member states, Brussels can actually not afford such a conflict within the Union, considering the daunting global challenges." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter economic growth; radicalism; Slovakia; Euro; economic development (on national level); structural development; development; financial crisis; natural gas; dependence; Russia; energy; EU; conflict; social inequality; joining the European Union; Euro; economic crisis; nationalism
Klassifikation Wirtschaftspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 20 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 2
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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