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The case for a symmetric reaction function of the European Central Bank

Das Beispiel für eine symmetrische Reaktionsfunktion der Europäischen Zentralbank
[Arbeitspapier]

Gatti, Donatella; Wijnbergen, Christa van

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-129117

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "In einem makroökonomischen Kontext, in dem die Europäische Zentralbank die wirtschaftlichen Daten einzelner Länder anvisiert, können die strategischen Interaktionen zwischen den Finanzbehörden der Euro-Zone als ein 'stag hunt'-Spiel mit (mindestens) zwei pareto-Equilibrien beschrieben werden. Wir zeigen daß, aufgrund der ungezielten Art der monetären Reaktion, eine EZB-Strategie der monetären Vergeltung für zu hohe Ausgaben eines einzelnen Landes alle elf Länder gleichermaßen betrifft. Dieser Kollektiveffekt erinnert an die alte Lehrermethode: 'Alle Kinder müssen nachsitzen, wenn eins aus der Reihe tanzt.' Dieser Mechanismus macht das Spiel zwischen den Finanzbehörden zu einem Koordinationsspiel mit mehreren Equilibrien. Anschließend befassen wir uns mit dem in Koordinationsspielen besonders bedeutsamen Problem der Wahl zwischen Equilibrien. In Anlehnung an Kandori et al. (1993) wenden wir Harsanyi und Selten's (1988) Risikodominanzkriterium an, um die Bedingungen herauszufiltern, unter denen fiskale Zurückhaltung das Equilibrium bildet, das von den beteiligten Akteuren gewählt wird. Unsere wesentlichen Schlußfolgerungen sind, daß die EZB eine Konvergenz der Finanzbehörden auf das pareto-optimale Equilibrium (d.h. fiskale Zurückhaltung) sicherstellen kann, indem sie eine auf Belohnung ausgerichte, antizyklische Strategie verfolgt, bei der die Finanzbehörden auf der Output-Ebene entschädigt werden - sowohl für die Abgabe fiskaler Entscheidungsfreiheit als auch für das Risiko, einer monetären Kontraktion ausgesetzt zu werden, die auf Entwicklungen anderswo in der Euro-Wirtschaft abzielt. Das bedeutet, daß Zinsentwicklungen wirtschaftliche Fluktuationen ausgleichen sollten, um den relevanten Akteuren ausreichende Anreize für fiskale Zurückhaltung zu bieten." (Autorenreferat)

"In a macro-economic framework where the European Central Bank targets individual country data, the nature of strategic interactions between fiscal authorities in the euro-zone can be described as a stag hunt game with (at least) two equilibria that can be pareto-ranked. In fact we show that, because of the indiscriminate nature of its monetary response, an ECB strategy of monetary retaliation to any individual country's over-expenditure affects all eleven countries to the same extent. This collective effect is similar to the teacher's old favorite 'all children stay behind in the class if one misbehaves'. This mechanism, we show, makes the game between fiscal authorities a multiple equilibria co-ordination game. We subsequently address the problem of equilibrium selection that is of particular importance to co-ordination games. Following Kandori et al. (1993), we apply Harsanyi and Selten's (1988) riskdominance criterion to single out the conditions for fiscal restraint to emerge as the equilibrium selected by interacting actors. Our main conclusions are that the ECB can ensure convergence of fiscal authorities upon the pareto-optimal equilibrium (that is, fiscal restraint) by adopting a reward-oriented, counter-cyclical strategy that compensates fiscal authorities at the output level both for giving up fiscal discretion and for incurring the risk of being hit by a monetary tightening in response to developments elsewhere in the euro-economy. This means that interest rates' movements should smoothen economic fluctuations in order to give economic actors sufficient incentives to maintain restraint." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter European Central Bank; EU; fiscal policy; political strategy; coordination; game theory; economic model; economic policy; macroeconomics; Europe; Euro; collective; economy; fluctuation
Klassifikation Europapolitik; Wirtschaftspolitik
Methode anwendungsorientiert; Grundlagenforschung; Theoriebildung
Freie Schlagwörter Entscheidungsfreiheit
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 1999
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 11 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Abteilung Wirtschaftswandel und Beschäftigung, 99-305
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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