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How to circumvent parochial interests without excluding stake-holders : the rationalizing power of functionally differentiated decision-making

Der Umgang mit parochialen Interessen ohne Ausschluss der Stakeholder: die rationalisierende Macht funktional differenzierter Entscheidungsfindung
[Forschungsbericht]

Gehring, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-117760

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES)
Abstract "While the ubiquity of communication in European, and international, governance may be empirically observed, its relevance for collective decision processes is still subject to dispute. The question is whether communication constitutes a factor influencing outcomes separately from other important explanatory factors like established interests (preferences) and power. On this issue, a new line of conflict has developed in recent years (e.g. Eriksen/Weigard 1997, Risse 2000) along the firmly established divide between rationalists and constructivists (Keohane 1988, Lapid 1989). For rationalists, communication plays an inferior role compared to other explanatory factors. Empirically observed communication among actors is frequently treated as unimportant 'noise'. After all, coordination, even cooperation in Prisoners' Dilemma situations, may 'evolve' without communication (Axelrod 1984). If rational choice theory recognizes that communication may matter even for rational utility maximizers, it does so in the forms of cheap talk (Farrell/Rabin 1996) and signalling (Morrow 1994). The constructivist side of the meta-theoretical divide, having been concerned in the past basically with the role of norms and institutions for the formation and development of actors' preferences and having complemented the rationalist 'logic of consequentialism' with a norm-oriented 'logic of appropriateness' (March/Olsen 1998), witnesses a 'cognitive turn' (Checkel 1996). Communication has been introduced into the analysis of European and international politics in the forms of epistemic communities (Haas 1989, 1992), speech act theory (see Kratochwil 1989: 30-39, 1993) and communicative action (Müller 1994, Risse-Kappen 1996, Risse 2000). Drawing on the Theory of Communicative Action developed by Jürgen Habermas (1981), it is argued that neither European nor international governance are limited to the balancing of fixed preferences. Through communication, actors may convince each other, and thereby affect each others' preferences. Reasons are identified, in addition to power, as a second source of influence on the outcomes of co-ordination processes." (excerpt)

Im Kontext der Erweiterung der Europäischen Union (EU) beschäftigt sich der Beitrag mit der Frage, ob der komplexe Entscheidungsapparat der EU ein höheres Potential zur Schaffung 'guter' Entscheidungen besitzt als gewöhnliche Verhandlungssysteme. Dem gemäß gliedern sich die Ausführungen wie folgt: In einem ersten Schritt wird die Theorie des kommunikativen Handelns nach J. Habermas erläutert. Sie liefert nach Ansicht des Autors eine berücksichtigenswerte Interaktionsform der Argumentation sowie einen sinnvollen normativen Standard zur Bewertung der Qualität von kollektiven Entscheidungen. In einem zweiten Schritt werden die Bedingungen untersucht, unter denen rationale Nützlichkeitsmaximierungen zu erwarten sind, wenn man auf der Basis von Begründungen kommuniziert anstatt Einigungen aufgrund der Machtverhältnisse zu erzielen. Die vorherrschenden Bedingungen internationaler Verhandlungen differieren deutlich von den bestehenden komplexeren Systemen der Entscheidungsfindung innerhalb der EU. Es zeigt sich, dass bei Verhandlungen nur ein begrenzter Raum für begründungsbasierte Interaktionen besteht, während die institutionellen Vereinbarungen umfangreicher Entscheidungssysteme die rationale Nützlichkeitsmaximierung sogar forcieren könnte, was schließlich Kommunikationsverläufe mit rationalen Ergebnissen im Habermaschen Sinne ermöglicht. Auf dieser Grundlage wird im dritten Schritt das Prinzip der rationalen Kommunikation auf die Marktpolitik des einzelnen Staates im Kontext der gemeinschaftlich entschiedenen EU-Erweiterung angewendet. In einem Fazit merkt der Verfasser an, dass die Relevanz einer formalen Entscheidungsfindung sich mit dem Grad verringert, in dem die Teilung der Funktionen einen Schleier der Ignoranz auf der normativen Ebene schafft und die teilnehmenden Akteure dazu veranlasst, eine diskursive Suche nach der angemessensten, 'besten' Lösung zu beginnen. (ICG2)
Thesaurusschlagwörter EU; EU expansion; European integration; Habermas, J.; collective bargaining; collective behavior; communicative action; power; interest orientation; pressure group; conflict of interest; pressure-group politics; decision making; decision making criterion; decision making leeway; negotiation; rationality; utility; European Policy; democracy; system of action
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Europapolitik
Methode deskriptive Studie; Theorieanwendung
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort Bamberg
Seitenangabe 48 S.
Schriftenreihe BACES Discussion Paper, 3
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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