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The supply of new engineers in Germany

Die Nachfrage nach neuen Ingenieuren in Deutschland
[Arbeitspapier]

Neugart, Michael

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-116155

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "We estimate a labor supply model with German data on engineering enrollments and starting salaries. In one model agents have backward looking expectations, in the other rational expectations on future wages. Only the model with backward looking expectations delivers significant coefficients with signs in accordance with out theoretical model. Lagged enrollments as right hand side variables improve the fit of our model. The latter suggests the need for a theory of dynamic labor supply. Supply effects through changing sizes of cohorts do not explain variations in enrollments. In addition, we find that welfare improvements through the provision of information on future wages are considerable." (author's abstract)

"Angebots- und Nachfragelücken für qualifizierte Arbeitskräfte sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland, wie auch in anderen Ländern Europas und Nordamerikas immer wieder aufgetreten. Zuletzt entflammte sich eine Diskussion um die Ausgabe von sogenannten 'Green Cards', die den von der deutschen Industrie postulierten zusätzlichen Bedarf von mehreren zehntausend Fachkräften in der Informationstechnologie (IT) decken sollten. Ferner zeichnet sich jetzt schon ein Mangel an Ingenieuren für die nächsten Jahre ab. Nicht zuletzt, weil Unternehmen auf der Suche nach IT Kräften zunehmend auf benachbarte Fachgebiete wie die Elektrotechnik, den Maschinenbau und die Mathematik oder Physik ausweichen. Solche Engpässe beim Angebot an qualifizierten Arbeitskräften wie auch 'Akademikerschwemmen' bergen erhebliche volkswirtschaftliche Kosten für beide Seiten des Arbeitsmarkts. Die Unternehmen finden nicht den gewünschten Umfang an qualifizierten Mitarbeitern, den sie zur Entwicklung, der Produktion und dem Verkauf ihrer Produkte benötigen. Gerade wenn es sich dabei um Unternehmen in Schlüsselindustrien, wie etwa der schnell wachsenden Informationstechnologie, handelt, kann dies zu erheblichen Wachstumseinbußen führen. Aber auch für die Arbeitsangebotsseite entstehen durch Angebots- und Nachfragelücken Kosten. Schulabgänger stehen vor der Entscheidung, in welche Ausbildung sie investieren sollen. Geht es um die Frage eines Hochschulstudiums, dann umfasst der Investitionszeitraum vier bis fünf Jahre und die Größenordnung beträgt in der Regel einige zehntausend Mark. Sind bei Studienabschluss die gewünschten Jobs nicht auf dem Markt bzw. die Gehälter niedriger als erwartet, amortisiert sich die Bildungsinvestition womöglich nicht. Hätte man nicht oder etwas anderes studiert, stünde man besser da. Ebenso gilt bei einem Nachfrageüberhang, etwa für Ingenieure, dass sich bei den gegeben Arbeitsmarktbedingungen mehr Schulabgänger für ein Ingenieurstudium entschieden hätten, weil sie sich damit eine bessere Einkommens- und Berufssituation hätten verschaffen können. Die Einschreibungen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen für Ingenieurstudiengänge schwankten im Zeitraum von 1975 bis 1998 erheblich. 1975 immatrikulierten sich lediglich 15.000 Ingenieurstudenten an den Universitäten, 1990 waren es mehr als 25.000 und 1998 weit unter 20.000. In demselben Zeitraum entschieden sich mehr Studenten für ein Ingenieurstudium an der Fachhochschule, doch die Schwankungen sind in etwa die gleichen. In dem vorliegenden Artikel wird nun untersucht, ob diese extremen Zyklen durch Veränderungen in den Einstiegsgehälter der Graduierten relativ zu einem alternativen Einkommen erklärt werden können. Hierbei überprüfen wir zwei Varianten der Erwartungsbildung für die zu erzielenden Gehälter nach Studienabschluss. Zunächst wird davon ausgegangen, dass die Schulabgänger glauben, dass sie bei Studienabschluss die Einstiegsgehälter erzielen werden, die derzeit auf dem Arbeitsmarkt gezahlt werden ('naive Erwartungsbildung'). Alternativ überprüfen wir die 'rationale Erwartungshypothese', die besagt, dass die Schulabgänger für ihre Entscheidung über die Bildungsinvestition alle zur Verfügung stehenden Informationen, so auch die über die Zukunft, in ihr Kalkül aufnehmen. Nur die erste Variante der 'naiven' Erwartungsbildung führt zu statistisch signifikanten Ergebnissen. Damit werden Ergebnisse ähnlicher Untersuchungen für U.S. amerikanische, schwedische oder niederländische Daten bestätigt. Der Erklärungsgehalt des Ansatzes erhöht sich, wenn neben der Veränderung der Einkommen die um ein und zwei Jahre verzögerten Einschreibungen berücksichtigt werden. Dies deutet möglicherweise daraufhin, dass es 'Moden' oder 'Herdenverhalten' in der Studienwahl gibt. Ferner wird gezeigt, dass demographische Faktoren keine Rolle spielen." (Textauszug)
Thesaurusschlagwörter new technology; new occupations; information technology; Federal Republic of Germany; manpower requirements; engineer
Klassifikation Arbeitsmarktforschung; Berufsforschung, Berufssoziologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2000
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 24 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung, 00-209
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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